Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556027
984 
2364 
2365. 
ihn überiiügelte. Die Gemälde dieses Meisters sind zahlreich, sowohl 
in Qel als in Aquarell. Er liebte besonders Wald- und Gebirgs- 
partien, wozu er die Studien im bayrischen Oberlande, in Tyrol und 
im Salzburgischen wählte. Das Monograinm ündet man auf Gemälden 
und Zeichnungen. Zwei radirte Blätter sind mit dem Namen und der 
Jahrzahl 1813 versehen. Das eine gibt die Aussicht durch ein enges 
'lll'hlal in eine lweite Ebene, das andere enthält äie Landschaft mit 
ö zerner Brüc e, qu. 4.  
2364- Philippe Claude Anne de Tubieres, Gomte de Gaylus, 
Q fand unter dem Buchstaben C N0. 2162 eine ausführliche Stelle, 
und wir kommen auch unterCC auf ihn zurück. Das gegebene 
Monogramm findet man auf radirten Blättern nach Zeichnungen von 
A1 Watteau. Sie stellen Costüme, niilitäigsched Phantasiebilder, Pasto- 
ra en u. s. w. vor, und bilden einen T eil es grossen Werkes von 
A. Watteau, über welches wir unter WA. handeln werden. 
Im Künstler-Lexicon Il. S. 454 haben wir mehrere andere Werke 
des Grafen Caylus verzeichnet. Er starb 1765. 
2365- Claude Uorneille von Lyon ist unstreitig der Träger dieses 
Monogramms, dessen Erklärung zwar schon früher ver- 
ä I Q sucht wurde, aber ohne dass man mit hinreichenden Grün- 
Lugdu Ä den für einen bestimmten Meister sich entscheiden konnte. 
g e g Marolles (Catalogiie von_1672 B. 35 N0. 67) ist_der erste, 
l I welcher dieses Zeichen ll'l Abbildung gibt, er ging jedoch 
auf den Künstler nicht ein. Christ legt es in seinem Monogrammen- 
buche von 1747 S. 137 entschieden dem Cornelius Cornelissen, oder 
dem Cornelius Congius bei, wogegen aber die Zeit streitet, da das 
Zeichen auf Blättern vorkommt, welche schon 1546 ausgegeben wurden, 
während C. Cornelissen von Haarlem 1562, und C. Congius gegen 1604 
das Licht der Welt erblickten. Bartsch (P. gr. IX. p. 44) sah daher 
wohl ein, dass Christ's Vermuthung unstiehhaltig sei, und enthielt 
sich, wie Marolles, einer jeden weiteren Erklärung. Er zählte nur 
il Blätter auf, welche er für deutsche Arbeit hielt, obwohl man nach 
dem graziösen Style in der Composition derselben eher auf einen in 
Italien gebildeten, oder daselbst einheimischen Meister schliessen 
möchte. Jetzt aber leuchtet die französisch-italienisirende Kunstweise 
jedem Kenner ein, und dahertrug Bobert-Duinesnil  gr. fr. Vl. p. 7) 
kein Bedenken, die Kupferstiche dieses Meisters der französischen 
Schule zu vindiciren, und als muthinasslichen Verfertiger derselben 
den Claude Corneille von Lyon zu nennen, da die Stiche in Lyoii 
erschienen,- und Brantöme (Vies des Dames illustres. Nouv. Edit. 
Paris 1823, V. p. 33), und Felibien (Entretiens 8m. Paris 1725, Edition 
de Trevoux) eines Corneille de Lyoii mit Lob erwähnen. Allein damit 
wäre es noch immer nicht abgethau, denn Brantöme nennt ihn nicht 
Claude, und Felibien spricht von einem Cornel Corneille, welcher mit 
unserem Künstler nicht derselbe seyn kann. Wir müssen daher noch 
einen weiteren Beweis hervorsuehen, der zunächst aus der Sammlung 
der Bildnisse der alten franzosischeü Könige gewonnen werden kann. 
Jener Corneille des M. Brantöme malte eine Menge von Bild- 
nissen in kleinem Formate, doch nicht alle nach dem Leben, sondern 
grösstenthcils nach älteren Vorbildern, um eine Portraitsammlung von 
hohen und berühmten Personen zusammenzubringen. Darunter bo- 
fanden sich die Bildnisse der Könige und Königinnen von Frankreich, 
so wie jene der Prinzen und Prinzessinnen des regierenden Hauses, 
der Herren und Damen des Hofes, und besonders auch Bildnisse des
        

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