Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1556004
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2353- 
3357- 
2353- Stempel der Porzellan-Manufaktur in Ludwigsburg, welche 
von Herzog Carl Engen nach seinem 1744 erfolgten Re- 
Ü gierungsantritt errichtet wurde. Der Stempel wurde den 
verschiedenen Gefätssen, Gruppen und Figuren aufgedruckt, 
welche aus dieser Anstalt hervorgingen. Die Thätigkeit 
derselben war sehr gross, und es wurden daher viele 
Künstler und Töpfer beschäftiget, indem Service-Gegen- 
stände aller Art hervorgingen. 
2354. Stempel der künigl. Porzellanfabrik in Madrid, welcher 
von dem Entstehen an, zu Anfang des 18. Jahr- 
hunderts, und so fort gebraucht wurde. Aus (lieser 
Manufaktur gingen grosse Vasen, Gruppen, Figuren 
und Gefässe verschiedener Art hervor, denen der 
"mm Stempel unten aufgedruckt ist, so dass er ohne Wen- 
" " ' dung der Werke nicht sichtbar ist. Zn einer weite- 
ren Würdigung der Fabrikate ist hier keine Veranlassung, es soll 
durch den Stempel nur die Manufaktur erkannt werden. 
2355. Stempel des Königs Garl I. von England. Nach Brulliot 
I. N0. 1150 findet man dieses Zeichen auf einem Kupferstiche 
d? im Geschmacke des Wenzel Heller, welcher den hl. Joseph 
 vorstellt, wie er den Jesnsknaben an der Hand führt. H. 1 Z. 
1 L. Br. 2 Z. 8 L.  Der genannte Schriftsteller konnte das 
Zeichen nicht deuten, wir erkennen aber darin den Stempel, welchen 
König Oarl I. von England auf die Zeichnungen und Stiche seiner 
Sammlung drucken liess. Des erwähnte Blatt ist von einem Schüler 
des W. Heller gestochen. Letzterer stach selbst mehrere Blätter aus 
dem Cabinet des Königs Carl 1., des Lord Arundell, des Lord Olive dce. 
Lord Olive bediente sich eines ähnlichen Stempels. 
2355. Stempel der königl. Porzellan-Manufaktur in Buen Betiro, 
welche von Oarl IIII. von Spanien gegründet wurde, 
und wie jene in Madrid zahlreiche Fabrikate lieferte. 
Es gilt daher dasselbe, was wir oben unter dem Stempel 
der Manufaktur in Madrid gesagt haben. Sowohl das 
Madrider Porzellan, als jenes aus der nicht lange be- 
m M stehenden Manufaktur in Buen Retiro findet noch immer 
Liebhaber, im Auslande kommt es aber selten vor. 
2357- Oristoforo Gastelli von Parma? Durch gütige hlfittheilung 
l des Herrn Direktor Passavant in Frankfurt wissen wir, dass 
sich dieses Zeichen auf einem Kupferstiche befinde, welcher 
zu Anfang des 16. Jahrhunderts in Italien gefeitiget wurde. 
Der Gegenstand der Darstellung ist die hl. Familie in einer 
Landschaft, durch welche ein Fluss führt. Auf dem Wasser sieht 
man vier Fahrzeuge. H. 6 Z. 8 L. Br. 4 Z. 10 L. 
Der Verfertiger dieses Blattes ist nicht bekannt, wir glauben aber, 
dass er mit dem Meister CC, welcher zu Anfang des 16. Jahrhunderts 
eine in Venedig gedruckte Ausgabe des Dante illustrirte, und dann 
mit jenem Kupferstecher oder Zeichner CC, welcher sich nebenbei 
auch des figürlichen Zeichens eines Oastells, und rechts und links von 
diesem der Bilchstaben FP. bediente, Eine Person seyn dürfte, wie 
wir unter den Initialen CC. weiter erörtern werden. In diesem Falle 
können wir nur auf Cristoforo Castelli von Parma rnthen, welcher 
um den Anfang des 16. Jahrhunderts in Parma und in Venedig 
Ruf hatte.
        

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