Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555963
978 
2338 
2342. 
Das Schönste aber, was Buffagnotti geliefert hat, sind acht kleine 
Landschaften in die Höhe, welche sehr selten vorkommen. Sie bilden 
eine Folge. Auf landschaftlichen Blättern und auf Radirungen nach 
F. Bibiena findet man die gegebenen Initialen.  
2338. Garl Bertuch, Zeichner, setzte 1805 das von seinem Vater 
O2 1805, F. Justus Bertuch und von G. M. Kreus gegründete 
  "Journal des Luxus und der Jllodm". Weimar 1786 I], 
fort, und fertigte verschiedene Zeichnungen für dasselbe, welche mit 
C B mit und 'ohne Jahrzahl versehen sind. Dieses Journal erlebte 
42 Jahrgänge. Bertuch hatte auch Theil an der von O. A. Böttiger 
begonnenen Zeitschrift: London und Paris. Weimar 1'798 III Dieses 
Journal schloss 1810 in Rudolstadt mit dem 12. Jalirgange, gr. 8. 
Es enthält viele Kupferstiche, darunter solche nach Zeichnungen 
von Bertuch. 
2339- Gonstanza Baldrighi soll durch diese Initialen ihren 
Cß f Namen angedeutet haben. Sie war vermuthlich die Schwester 
   oder Gattin des 1803 in Parma verstorbenen Malers Giu- 
seppe Baldrighi, und in diesem Falle könnte das radirte Blatt mit 
ihren Namens-Initialen nach der Zeichnung desselben gefertiget seyn. 
Es stellt den Narcissus vor, wie er in eine Vase blickt, 12. 
2349. Gherubino Alberti bediente sich gewöhnlich eines aus ABC 
bestehenden Monogrammes, welches wir N0. 208 gegeben 
eäbx haben. Dieses abweichende Zeichen bringen Malpe und 
' Gori bei, aber ohne Angabe irgend eines Blattes mit dem- 
selben. Bartsch kennt es nicht. 
2341. Elisabeth Bouchet soll durch dieses Zeichen ihren Namen 
angedeutet haben. Man findet es auf einem Schwarzkunst- 
H blatte, welches gegen Ende des 17. Jahrhunderts erschien, und 
in der Behandlung eine gewisse Unbehülflichkeit zeigt, woraus 
indessen keineswegs zu schliessen ist, dass der Künstler ungeschickt 
war. Das Verfahren in schwarzer Manier war damals noch neu, und 
die technischen Mittel reichten bei unserm Monogrammisten nicht 
aus. Das Blatt enthält das Kniestück eines bärtigen Alten in Profil. 
Unten steht das Zeichen. H. 4 Z. 9 L. Br. 4 Z. 
Graf Leo de Laborde (Histoire de 1a gravure en maniere noire 
p. 326) vermuthet die Elisabeth Bouchet als Verfertigerin der Platte. 
Man kennt die Lebensverhältnisse dieser Künstlerin nicht. Sie radirte 
1693 das Bildniss des Malers Adrian van der Gabel, und eine Folge 
von 12 Landschaften. 
2342- Giovannl Battista Fontana behauptet im Peintre-graveur 
XVI. p. 210 eine Stelle. Bartsch beschreibt 68 Blätter von 
Q seiner Hand, deren einige mit BA. F0. bezeichnet sind. Das 
gegebene Zeichen fand der genannte Schriftsteller auf keinem 
Blatte vor, und es fragt sich auch, ob das Monogramm dem Fontana 
angehöre. Das Blatt mit demselben stellt die hl. Familie vor, und ist 
von Benedetto Stefano gestochen, wie Brulliot I. N0. 817 behauptet. 
Dieser Stefano oder Steifani war um 1570-1580 in Verona thätig. 
Er hinterliess einige grosse Blätter, deren wir im Künstler-Lexicon 
XVII. S. 252 beschrieben haben. Fontana. war der Zeit- und Stadt- 
genosse dieses Künstlers, und wenn daher das Monogramm ihm unge- 
höret, so muss man GBF. lesen.
        

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