Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555927
974 
2323 
2324. 
Nürnberg, Paul Fürst 1638  qu. 4. Sie stehen auf den Prospekten 
von Znaim, und anderen Städten, dann auf dem Blatte mit der Ansicht 
der Kirche von St. Ulrich und Afra in Augsburg. Diese Blätter hat 
aber Ch. Brechtel weder gezeichnet, noch gestochen, da er 1623 starb, 
wie Doppelmayer versichert. Die mit C B. bezeichneten Blätter im 
achten Theile von Meissnefs "New Slält vnd Emblematabuch etc." 
müssen daher von einem anderen Meister herrühren. 
Conrad Buno war Zeichner und Kupferstecher in Braunschweig, 
oder Wolfenbüttel. Er stach das Bildniss des Herzogs August von 
Braunschweig, ganze Figur in reichem Costüm, wahrscheinlich für 
folgendes Kupferwerk: Froliger Einzug auf einem Fricdens- und Triumph- 
wagen in Begleitung der gesamten Göttlichen Tügcndtgcsellschaflt als Durchl. 
Hochgcbornen Fürsten  Augusti Hertzogen zu Brauns- und Lima"   
in Dero Residentz und Hauptvestung Wolftm Bultel 1641, qu. fol. Wir 
wissen indessen nicht, 0b auf Kupferstichen in diesem Werke die 
Initialen des Namens vorkommen. Christ scheint aber von Stichen 
oder Zeichnungen Kunde gehabt zu haben, und zwar von solchen, 
welche um 1650 bekannt wurden. Kupferstiche mit C. B., und dem 
Namen Buno's fanden wir in Gosky's "Divi AugusliDucis Brunsvico  
Luneburg. Vita et Fama. Francofurti" 1693, fol. 
Heller, Monogrammen-Lexicon S. 66, spricht von einem um 1630 
lebenden deutschen Zeichner C. B., welcher vielleicht auch Kupfer- 
stecher gewesen sei. Er scheint also von Zeichnungen mit diesen 
Initialen gehört zu haben. Vielleicht sind sie von einem der genann- 
ten Meister. 
2323. Joseph van Graesbeok soll nach Brulliot II. N0. 330 Genre- 
CB 6 bilder mit CB. bezeichnet haben. Wir kennen in- 
dessen nur einen Joost oder Josse van Craesbeck, 
GB" "I 38' und um diesen wird es sich handeln. Letzterer 
wurde 1608 zu Brüssel geboren, und ahmte mit vielem Glücke dem 
Adrian Brouwer nach. Er malte Scenen aus dem Leben des gemeinen 
Volkes im Wirthshause, in der Rauchstube und auf Dorfpliitzen. Auch 
die Soldateska seiner Zeit gab ihm Stoß" zur bildlichen Darstellung. 
In der k. k. Gallerie in Wien ist ein Bildchen mit drei Soldaten im 
Gespräche mit zwei Weibern. Dieses Gemälde ist mit CB. bezeichnet, 
und wird dem Craesbeck zugeschrieben. Auf anderen Gemälden sind 
die Buchstaben CB zum Monogramme verbunden, wie N0. 2309 an- 
gegeben ist. 
2324. Gornelis Bega von Harlem, der besste Schüler des Adrian 
CB van Ostade (1610-1664), bezeichnete einige Gemälde mit den 
 Buchstaben C B. Ein solches befand sich bis 1842 in der 
Sammlung des Conferenzrathes Bugge zu Copenhagen. -In der Bauern- 
stube sitzt ein Weib mrrt dem liinde an der _Brust neben dem Manne, 
welcher sich auf die Wiege stutzt. llinter ihnen reicht ein Mädchen 
einem anderen Manne dzisGles. Friedrich Geissler stach ein in der 
k. k. Gallerie zu Wien beiiudliches Geinälde, welches ebenfalls in eine 
Bauernstube fuhrt. Vorn links sitzt die Bauerin mit dem Säugling an 
der Brust, und rechts der Bauer auf der Bank neben dem steinernen 
Kruge. Auch noch zwei andere Figuren kommen vor. Geissler be- 
zeichnete das Blatt mit CB, auf dem Gemälde steht aber der Name 
llfega f. Es geläöril: in das von S. von Perger bei Haus in Wien 
erausgegebene a1 eriewerk.
        

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