Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534673
Das Leben Rembrandifs. 
 
 
Q 
den ferneren Genuss und Besitz an 
Raritätensammlung mit seiner Ehre. 
seiner 
Gemälde- 
und 
Das war also die Consequenz, Welche aus den Be- 
dingungen des Testamentes hervorging, und der Rückschluss 
von dieser Thatsache auf Rembrandts Charakter ist nicht 
eben günstig. In Saskiais Sterbejahr befand sich Rembrandt 
übrigens in verhaltnissmässig guten Vermögensumständen. 
Vor ihrem Tode hatte er ein Schützenbild gemalt, in Welches 
16 Mann "eingestellt" worden waren, Wie die Acten besagenf) 
Welches ihm 1600 Gulden eingebracht hatte. Er erhielt von 
jedem der Dargesellten etwa 100 Gulden, "von einem etwas 
mehr, von dem andern etwas weniger, je nach dem Platz, 
den jeder inne hatte." Zudem hatte er auch noch etliche Ein- 
zelportraits gemalt, Welche ihm gleichfalls in dieser Zeit 
bezahlt Wurden, wie aus den Acten hervorgeht?) Seine 
derzeitigen Geldverhaltnisse gestatteten es ihm also, für 
seine Frau eine Grabstatte in der "Oude-Kerk" (alten Kirche) 
zu kaufen und sie daselbst beisetzen zu lassen. 
Nicht lange nach Saskiafs Tode zeigten sich jedoch 
Spuren von Vermögensverfall. Zunächst hielt Rembrandt 
die Ratenzahlungen, zu welchen er sich bei Anlass seines 
Hauskaufcs verpflichtet hatte, nicht ein; von 1647 ab zahlte 
er sodann nicht einmal die ausbedungenen Zinsen, welche 
er an den Verkäufer abzuführen hatte und die mit einer 
Wohnungsmiethe gleichbedeutend waren. Da die rück- 
ständigen Zinsen von Jahr zu Jahr höher anwuchsen, so 
wurde sein Gläubiger tmgedtildig und drohte Rembrandt zu 
L 
I) Auf dem Bilde der sogenannten "Nachtwache" befinden sich noch 
jetzt Q1 Männer, davon 18 Portraits sein können, ausserdern ein kleines 
Mädchen und ein Knabe. 
z) Siehe Oud-Holland, Jahrg. III, Ablief. II, S. 93 u. 94'.
        

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