Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534665
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Theil. 
Capitel. 
seinem Sohne das ganze Vermögen der Erblasserin heraus- 
zahlen und Wenn dieser stürbe, sollte es an Saskia's und 
Rembrandts nächste Verwandte vertheilt werden; wenn 
Rembrandt dagegen sich nicht wieder verheirathete, sollte 
er auch nach dem etwaigen Tode seines Sohnes im unge- 
schmalerten Niessbrauch des ganzen Vermögens bleiben.  
Mit diesem. Testament,  das wahrscheinlich in Folge eines 
acuten Falles von Eifersucht von Saskia verfasst worden 
warf) indem sie ihren Mann dadurch von einer ganz be- 
stimmten Heirath abhalten wollte,  stellte sie Rembrandts 
Charakter auf eine für diesen sehr harte Probe: denn für 
den Fall, dass er nicht wieder heirathe, sicherte sie ihm 
ein sorgenfreies Leben zu und beliess ihn in dem vollen 
Besitz seiner angekauften Schätze, wofern er ihren Sohn 
zugleich anständig erzog; sie schenkte ihm auch das Ver- 
trauen, dass er Alles für denselben wohl verwahren werde; 
 für den Fall der Wiederverheirathung aber entzog sie 
ihm Alles, Verwaltung, Niessbrauch des Vermögens und 
Vertrauen, und eröffnete ihm schon jetzt die Perspective, 
dass er event. seine ganze Kunst- und Raritätensammlung 
verkaufen müsse, um sich mit seinem Sohne vermögens- 
rechtlich auseinanderzusetzen.   
Rembrandt fand sich mit dem Testamente seiner Frau 
folgendermaassen ab. Er that ausserlich nichts, was ihn mit 
dem Rechtsgesetze in Conflict bringen und ihn zur Heraus- 
gabe von Saskia's Vermögen hätte verpflichten können. Er 
erfüllte scheinbar die Hauptbedingung des Testamentes und 
heirathete nicht,  hielt sich aber für diese Entsagung 
schadlos und lebte fortgesetzt im Concubinat, erkaufte also 
1) Siehe 
Sohnes. 
später 
Verhältniss 
das 
Rembrandfs 
Zll 
seines 
der Amme
        

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