Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534557
Rembrandßs Biographen. 
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besten Portraits nicht daneben aufkommen konnten; das 
andere (das Houbraken im Besitz des Herzogs von Florenz 
anführt) "werde nicht minder gepriesen."  Betreffs der 
Radirungen ist er theilweise ganz verblüfft über den geni- 
alen Mann, Welcher z. B. aus einer "ursprünglich rohen 
Skizze" das "Hundertguldenblatt" habe herausarbeiten können. 
Aber gerade für dieses Blatt fehlt ihm das volle Ver- 
ständniss, für die tiefe symbolische Bedeutung und poe- 
tische Wirksamkeit des Lichtes und Schattens auf diesem 
herrlichen Werke hat er kein Gefühl. Es ist nach seiner 
Meinung nnausgefithrt, und er zählt es darum! nicht zu 
den bedeutendsten und erfreulichsten Radirungen von Rem- 
brandts Hand. 
CampoWeyerman schreibt den Houbraken zum grossen 
Theile ab und erzählt die Geschichte von Rembrandts 
erstem grösseren Verdienste. Rembrandt habe in Amster- 
dam als jungerMensch 100 Gulden für ein Bild er- 
halten und sei  was ist natürlicher?  überglücklich 
nach Hause gereist. Als die Postkutsche unterwegs vor 
einem Gasthofe hielt, seien alle anderen Fahrgäste zu ihrer 
Erholung ausgestiegen, Rembrandt dagegen mit seinem 
Gelde im Wagen geblieben. Da auch der Kutscher sich 
entfernt habe, Ware es den Pferden geglückt unaufgehalten 
davon laufen zu können; sie hätten den jungen Rembrandt 
nach Leyden gefahren, und er habe die Fahrt gemacht ohne 
Fahrgeld zu entrichten. 
Beide Biographen erzählen, dass Rembrandt massig ge- 
lebt, nicht die Wirthshäuser besucht habe und daheim mit 
Brot und Käse oder einem Häring zufrieden gewesen sei. 
Von seinem inneren Familienleben Wissen beide nichts, 
nur Houbraken erzählt, dass Rembrandts Frau eine Bäuerin 
aus Ransdorp gewesen sei.
        

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