Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534548
ä 
Theil. 
Cap 
bestelltes Familienportrait hineinmalte und durchaus nicht 
wieder von dem Bilde entfernen oder ihn übermalerl Wollte, 
wird Rembrandt als ein eigensinniger, sonderbarer Kauz 
dargestellt. 
Die Geschichte 
von dem Schüler, 
der hinter 
seinem 
schlossenen Malerverschlag mit einem Modell Adam und 
Eva spielte und von dem ihn belauschenden Meister sammt 
seiner Eva niitStockschlägen so schnell auf die Strasse 
hinausgetrieben wurde, dass sie nicht Zeit fanden ihre 
Kleider anzuziehen, hat man für Rembrandts Moralität und 
Charakter günstig; ausgelegt, obwohl er doch bei dieser Ge- 
legenheit einen privaten Skandal zu einem öffentlichen 
machte. Dagegen hat man es Hotibraken sehr verübelt, dass 
er die Sagen vom Geiz Rembrandfs wiedergegeben und er- 
zählt hat, dass Rembrandt seine Platten mehrfach überar- 
beitet und bei seinen Radirungen gewisse Verschiedenheiten 
zu erzielen bestrebt gewesen sei, welche Kenner und Lieb- 
haber reizten, so die Juno mit und ohne Krone, den Ofen 
mit und ohne Knopf etc.,  und dass er solche Blätter durch 
seinen Sohn Titus habe ausbieten und verkaufen lassen.  
Houbraken hat eben nach eigener Angabe alles, was er in 
Erfahrung bringen konnte, auch die einanderwidersprechenden 
Erzählungen wiedergegeben, Weil, wie er meinte, die An- 
sichten über Rembrandt durchaus entgegengesetzt seien. Da 
solle sich Jeder das Beste herausnehmen. 
Hoularaken 
benimmt 
sich 
also 
für 
seine 
Zeit 
recht 
jectiv. Auch in seinen Urtheilen über den Künstler tadelt 
er denselben nicht ausschliesslich, wie etwa Pels und Vondel, 
sondern spricht mit hohem Lobe von einigen Malereien, so 
z. B. von zwei Selbstbildnissen Rembrandts, von denen das 
eine so plastisch gemalt sei und so ganz dem Leben ent- 
sprochen habe, dass selbst van Dyck und Rubens mit ihren
        

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