Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1538475
Wie 
der Irrthum über 
entstanden 
Rembrandt 
449 
Wenn 
aber 
der 
schlechte 
Mensch 
gerade 
das 
Beste 
sollte hervorbringen können, so müsste man an der Welt- 
Vernunft, an der wirkenden Kraft der Ideale, an dem Vor- 
handensein der ewig wirkenden Weltideen, welche den 
Geist der Menschen zu immer neuem Vorschritt drängen,  
verzweifeln. An der idealen Weltauffassung müsste man 
irre werden durch Rembrandt und" man käme dahin, mit 
dem Dichter des Oedipus auszurufen: "Wenn ein solcher 
Wandel Preis und Ehre schafft,  was 0pf're ich den 
Göttern?!" 
Es galt mir auch, die grosse Zeit des stamrnverwandten 
niederdeutschen Volksstammes und jene einsichtigen, guten 
und tapferen Männer, welche für alle Zeiten als Muster 
menschlicher Nächstenliebe und als Beispiele nationaler 
Opferfreudigkeit und persönlicher Standhaftigkeit und Aus- 
dauer angesehen werden müssen, eben aus diesem Grunde 
vor Verkennung, Missachtung und Verunglimpfung zu be- 
Wahren. Denn es ist für die nachgeborenen Geschlechter 
nicht vortheilhaft, auf jenes Zeitalter eines an Zahl geringen 
Volkes, das gerade durch die ausgezeichneten Charakter- 
eigenschaften fast eines jeden seiner Bürger so gross war, 
missverständlich herabzusehen und dadurch ein Vorbild der 
Mannhaftigkeit und des ernsten, zweckbewussten Willens 
fül" die eigene Geistesentwickeltmg zu verlieren.
        

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