Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1538347
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Theil. 
Capitel. 
Wie im vorigen Jahrhundert solche Bilder, die nicht 
einem der bekannten und beliebten Autorbegriffe zugerechnet 
waren, bezahlt wurden, ersieht man aus zwei Auctionskata- 
logen, nach welchen je ein Bild Hobbemas zur Versteigerung 
gelangte. Die naiven Verkäufer der Versteigerung de Jeude 
zu Gravenhaag hatten im Jahre 1735 eine Landschaft that- 
sächlich unter dem echten Namen Hohbemzfs zum Verkauf 
gebracht und erhielten dafür  40 Gld., während ein Con- 
rad Roepel 300 Gld. einhrachte. Bei der Versteigerung des 
Nachlasses des Malers Philip van Dyck zu Gravenhaag im 
Jahre 1753 brachte ein Hobbema gar nur 12 Gld. ein. Diese 
Thatsachen waren den Kunsthändleirn wohl bekannt. Darum 
musste dieser Name aus dem Kunsthandel verschwinden. 
Als darnach dieser Meister aber ungemein im Preise stieg, 
"malte, wie Herr A. von Wurzbachl) ausführt, ein oder der 
andere Speculant Hobbemas Namen wieder auf verschiedene 
echte und nicht echte Bilder und ein ihm wahrscheinlich 
dünkendes Datum dazu. Da aber Hobbema nach den ur- 
sprünglichen Annahmen im Jahre 1611 geboren war und im 
Jahre 1670 oder  nach einer späteren Annahme  1696 
starb, so konnte er wohl 164-9 und 1650 vorzügliche Bilder 
gemalt haben. Andererseits erklärt es sich sehr gut, dass 
mit der früheren Annahme seines 1670 erfolgten Todes auch 
kein s p ater datirtes Bild mehr zu finden war; dagegen sind 
Signaturen mit den Jahren 1664, 1665, 1667 und 1670 nicht 
selten" etc. etc.  Thatsächlich ist Hobbema 1638 geboren 
und 1709 gestorben. Nach den genannten Datirungen müsste 
er also in den letzten 39 Jahren kein Bild mehr gemalt 
haben; jedoch habe Smith noch auf einem Bilde das Datum 
1.689 aufgefunden.  „In welch bedenklichem Lichte", führt 
D0hme's 
Aufsatz über Hohbema in 
"Kunst und Künstler".
        

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