Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1538202
492 
Theil. 
Capitel. 
Eine Wissenschaftliche Kunstgeschichtsforschung, 
welche; 
betreffs 
der 
holländischen Malerei 
nach festen und haltbaren. 
Principien verfahren Wäre, gab es im XVIII. Jahrhundert 
nicht. Die bedeutendsten Männer der Wissenschaft hatten, 
der 
allgemeinen 
Geistesentwickelung 
folgend, 
die 
huma- 
nistischen 
Studien , 
welche 
längere 
Zeit 
durch 
die 
VOI" 
wiegend 
religiösen 
Interessen 
unterbrochen 
und 
zurückge- 
drängt worden Waren und die sich auf die Literatur und 
Kunst der Alten, vornehmlich der Griechen, bezogen, wieder 
aufgenommen. Es begann damit die Zeit, in welcher alle 
hervorragenden Geister der Völker, zum Theil in einer Re- 
action gegen die Unnatur begriffen, welche sich an den Höfen 
Ludwigis XIV. und XV. herausgebildet hatte und in ganz 
Europa nachgeahmt worden war, die Menschen im Allge- 
meinen zur Einfachheit und Natur zurückzuführen bestrebt 
waren; 
welcher 
Die Künstler wies man auf jene 
"die Griechen das Muster seien 
Schönheit hin, 
für alle Kunst, 
in 
in 
dem 
Vorzuge 
ihrer 
Werke 
an 
schöner 
Form , 
natürlichen 
und erhabener Einfalt". 
Gedanken und sanfter 
So Winckel- 
mann, 
Rafael 
Mengs 
und 
auch 
Herder. 
Als das erstrebenswerthe Ziel und den ästhetischen End- 
zweck 
der Kunst 
betrachtete 
1'113.11 
also die "Schönheit". 
Die 
einzig 
Kunst 
wahre Naturauffassung glaubte man 
der Griechen und andererseits in den 
darum in der 
formenschönen 
Werken 
der 
italienischen 
Meister 
des 
und 
XVI. 
Jahr- 
hunderts 
erblicken 
Zll 
müssen. 
Es 
galt 
darum, 
den Geist 
der Menschen 
vom Banne 
des 
herrschenden 
französischen 
Geschmackes 
befreien 
und 
ihn für die Gefühle und Bestrebungen zu gewinnen, welche 
besonders in der griechischen Kunst ihren Ausdruck ge- 
funden hatten.
        

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