Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537970
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Art und Weise nachahmten und ihre eigenen Bilder als 
Werke dieses beliebten Und berühmten Meisters zu verkaufen 
suchten. Auch in Frankreich war das zu jener Zeit nicht 
anders: denn der junge Caspar Dughet, der Schüler und 
spätere Schwager Poussin's, z. B. gab den eigenen Autor- 
namen ganz auf und zeichnete seine Bilder mit Poussin's 
Namen, weil ihm an dem vortheilhaften Verkaufe seiner 
Bilder mehr gelegen war als an persönlichem Ruf. Ein an- 
genehmes, kummerloses Dasein galt ihm mehr als der 
spätere "unsterbliche" Ruhm seines Namens. Wer mag es 
ihm verdenken? „Der Lebende hat Recht." Dughet aber 
hat dennoch erreicht, was er nicht erstrebte. Die Kritik 
hat seine Werke herausgefunden, und deren Tüchtigkeit 
sichert dem Künstler die Anerkennung der Nachwelt. 
Auch die Werke von Rubens, Rilysdael, Potter u. a. 
sind durch die Kritik schon zum grossen "Fheile von der 
Gefolgschaft befreit worden, Welche sich mit der Zeit an die 
berühmten Namen ihrer Autoren angeschlossen hatte. 
Claude Lorrain, dessen Darstellungsweise schon zu 
seinen Lebzeiten nachgeahmt und dessen Name vielfach 
dazu benutzt wurde, um unächte Werke für den Handel ver- 
werthbar zu machen, "fertigte Skizzen seiner sämmtlichen 
"Gemälde und sammelte dieselben in einem besonderen 
Buche, das er „„liber veritatis"" (das Buch der Wahrheit) 
nannte", um seinen Autorruhm zu wahrenß) 
Jedoch nur bei Poussin und Rembrandt waren die 
jüngeren Künstler, deren. Werke man unter den Namen 
der ersteren begriH, die grösseren Talente.   
Während Rembrandts Ruhm in Folge der ungezählten 
Radirungen, welche unter seinem Namen gingen, durch ganz 
Lübke, 
Grundriss 
der Kunstgeschichte, 
1876, 
Stuttgart 
S. 3874
        

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