Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537948
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n. Theil. v1. Capitel. 
entfernt 
worden 
WHTGI]. 
Man 
darf 
sich 
also 
nicht 
wundern, 
dass 
damals 
VOIl 
den 
Käufern 
Niemand 
den 
Betrug 
merkte 
und 
dass 
unbeanstandet 
mehr 
und 
mehr 
"Rem 
brandfs" gemacht und die Abdrücke der Platten und diese 
selber fälschlich mit Rembrandfs Namen versehen in den 
Kunsthandel gebracht wurden. 
der Kunsthändler achselzuckend 
Im äussersten Falle hätte 
erwidert, der betr. Künstler 
sei ein "Schüler" Rembrandfs, was in Folge der mangel- 
haften Präcision des Autorbegriffes vollkommen 
genügte, um Rembrandts Namen auf dem Blatte zu erklären. 
Ich muss hier bemerken, dass die Künstler selbst meistens 
nur 
und 
einige Probeabdrücke ihrer eigenen 
letztere alsdann an die Kunsthändler 
Platten machten 
zu weiterer Aus- 
nützung verkauften. 
Ferner war man 
damals 
der 
Zahl 
der 
sauberen 
drücke 
der 
einzelnen 
Platten 
beschränkt, 
weil 
dieselben 
sich abnutzten und eine galvanische Vervielfältigungs- 
m ethdde der geätzten Platten damals nicht bekannt war. 
Die Kunsthändler suchten sich also, um die Nachfrage nach 
"Rembrandts" zu befriedigen und eine möglichst grosse Zahl 
von Abdrücken zu erzielen, dadurch zu helfen, dass sie 
viele verschiedene Platten, deren sie irgend habhaft werden 
konnten, mit Rembrandts Namen versahen und alsdann, so- 
weit es die einzelnen Platten irgend zuliessen, abdruckten. 
Die nothwendige Consequenz der Disharmonie zwischen 
Nachfrage und Anzahl verkäuflicher, Wirklich von Rembrandt 
geätzter Platten war also  bei dem ausgebildeten Handels- 
geiste der Holländer  die Fälschung.  
Die Erzählung Baldinuccfs, dass Rembrandt in die 
Platten seinen Namen mit „schlecht geformten, groben, roh- 
gezeichneten Buchstaben" eingravirt habe, lässt sich wohl 
zum grössten Theile auf jene reclamehaften Fälschungen
        

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