Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537854
der 
Irrthuln über 
Rembrandt 
entstanden 
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muss Rembrandt fleissig gewesen sein, denn sein Ruf stammt 
aus jener Zeit, in Welcher er am meisten geschätzt und be- 
wundert wurde,  ein Zeitraum, in Welchem Ferdinand B01 
noch 
ein 
Knabe 
und 
heranwachsender 
Jüngling 
XVEI 1' 
und 
in 
welchem 
auch 
die 
Bilder 
anderer 
tüchtiger 
Künstler 
noch 
nicht vorhanden waren, 
Welche später 
mit den Werken Rem- 
brandfs 
concurrirten. 
Rembrandt war seinem Alter nach den Künstlern, welche 
ihn später überflügelten, 6-10 Jahre voraus und hatte den 
Vortheil, zuerst genannt, gerühmt und bekannt zu werden. 
Die Zeitverhaltnisse begünstigten ihn also nicht nur durch 
den Reichthum, der Kisten und Kasten füllend die Kauflust 
steigerte, sondern auch durch den Mangel an Concurrenz, 
besonders in Beziehung auf Historienbilder. Die geschil- 
derten Verhältnisse waren also die denkbar günstigsten Be- 
dingungen für das schnelle Heraufkommen des jungen Malers 
und erklären den Atlsspruch Baldinuccfs, dass er „in der 
Malerei mehr ungewöhnliches Glück als unge- 
wöhnliche Vortrefflichkeit hatte". 
Das Urtheil der Mitbürger und Zeitgenossen Rembrandts 
bis über die Mitte der 30er Jahre des XVII. Jahrhunderts 
war durch Vergleiche init den Leistungen bedeutenderei- 
Künstler noch nicht sonderlich geschärft worden. 
Unter solchen Umständen wäre auch ein "Palent wie 
z. B. dasjenige Eeckhoufs zu grosser Berühmtheit gelangt. 
Es fehlte damals an einem Maler, welcher die biblischen 
Erzählungen in calvinistisch-reformatorischem Sinne dar- 
stellen konnte. Rubens und seine Schule malten im Sinne 
des katholischen Dogmas, und die Amsterdamer, welche im 
Gegensatz zu demselben standen, begehrten selbstverständ- 
lich nicht derartige Bilder zu besitzen. 
25g
        

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