Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537803
382 
Theil. 
Capitel. 
Turban . aufzutakeln" so weht auch hieraus hervor, dass er 
I, 7 S 
ein Künstler von genialer Anlage nicht gewesen ist. 
Rembrandts wahre Persönlichkeit hinsichtlich seiner 
Werke 
festzustellen 
erfordert 
indessen, 
XVG I1 11 
auch kein her- 
vorragend ästhetisches, so doch ein culturhistorisches und 
auch ein kunsthistorisches Interesse,  um zu erkennen, 
was er thatsächlich für seine Zeit geleistet hat, 
einzelnen und bestimmten Werke es waren, 
und welche 
welche die 
Grundlage 
bildeten, 
auf 
der, 
VO 11 
der 
Gunst 
der 
Zeiten 
tragen, sein Ruf so sehr Wachsen konnte, dass sein Name 
der Gattungsbegriff wurde, Welcher schliesslich fast sämmt- 
liche Werke des wahren Grosslneisters der holländischen 
bei der Aussonderung 
verschlang und 
Kunstentwickelung 
der 
Werke 
und 
Individualisirung 
des 
überkommenen 
Gattungs- 
begriffes 
schliesslich 
als 
das 
Gegentheil 
des 
eigenen 
sprüng-lichen und mit Rembrandfs Person 
Zustandes erscheint. Denn die Frage ist 
identischen 
historisch 
und psychologisch von allen den Rembrandt be- 
treffenden Fragen die wichtigste, wie der Irr- 
thum über ihn entstehen konnte und wie er ent- 
standen 
ist. 
Es ist die Frage, welche man auch im Einzelnen genau 
beantworten möchte: wie es kam, dass der Rembrandtbegrift" 
dem 
Denken 
der 
Menschen 
durch 
historische 
Tradition 
sich so verkehren konnte, als es geschehen ist, und wie es 
geschehen konnte, dass Rembrandt schon zu seiner Zeit 
ein Künstler war "von weit mehr Ruf als Werth".  
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