Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537777
Wer 
ist Rembrandt? 
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Verschollen sind auch eine "Verkündigung Mariä", eine 
"Auferweckung des Lazarus", eine "Einweihung des Salo- 
inonischen 'l'empels"  der retouchirten Bilder nicht zu ge- 
denken. 
Bilder aus dem Cyclus, den er für den Prinzen Heinrich 
malte, finden sich als Skizzen oder als Wiederholungen 
(vielleicht mit Abänderungen in der Composition) vor. Dass 
sich von den vielen anderen Historienbildern, Welche Reni- 
brandt in den dreissiger, vierziger und fünfziger Jahren des 
XVII. Jahrhunderts gemalt haben soll, weder Skizzen noch 
Wiederholungen (wenigstens von Schülerhand) in dem Rem- 
brandfschen Inventar vom Jahre 1656 vorfinden, ist selbst- 
verständlich, da er jene herrlichen Originalwerke, wie wir 
nun Wissen, nicht gemalt hat. Nur ein "barmherziger 
Samariter" ist in demselben angeführt, dessen damalige 
Existenz vielleicht glauben machen könnte, es sei ein dem 
im Louvre belindlichen entsprechendes Bild oder dieses selbst 
bei ihm vorhanden gewesen, wenn dieses Bild nicht mehr- 
fache latente Bezeichnungen B0l's trüge. Es ist auch ein- 
leuchtend, dass die biblische Erzählung von dem "barm- 
herzigen Samariter"  welche dem Geiste der Amsterdamer 
Bürgerschaft so sehr entsprach  damals von vielen 
Malern darzustellen versucht worden ist und dass nicht 
Rembrandt der einzige war, Welcher diesen Gegenstand be- 
handelt hat. Aber auch diejenigen Bilder, Welche sich in 
Rembrandts Inventar etwa als Wiederholungen vorfinden 
(besonders die dem Cyclus der bereits erwähnten Passion 
angehörenden) und von ihm selbst unter seinen Werken 
wohl am meisten geschätzt worden sind, haben das Schick- 
sal seiner übrigen Kunstleistungen getheilt und sind, wenn 
nicht untergegangen, so doch verschollen. 
        

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