Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537735
Wer ist 
Rembrandt? 
375 
vielleicht 
einen 
sicheren 
Anhaltepunkt 
11111 
Rembrandfs 
Technik, Compositionsweise und Farbengebung kennen zu 
lernen und käme freilich, was die letzte angeht, zu dem 
merkwürdigen Resultat, dass Rembrandt sich im Alter einer 
helleren Malweise zu befleissigen scheint, also ganz und gar 
nicht in dem geglaubten Gegensatze zu den vermeintlichen 
Ansprüchen der späteren Zeit steht, sondern, dieser Rechnung 
tragend, die dunkle Malweise, welche man ihin so lange zu- 
schrieb, aufgiebt und mit den wenigen Werken seiner späteren 
Zeit sich im Gegensatze zu den Bestrebungen seines Jugend- 
alters 
befindet. 
Nach 
VOSITIEIGP 
urtheilend 
aber 
Würde 
1113.11 
den 
stand 
des 
Rede 
stehenden. 
Bildes 
für 
eine 
des 
wahren 
Grosdsmeisters der holländischen Malerei würdige geistvolle 
Untermalung halten. Die Bezeichnung des Bildes mit dem 
Renibrandfschen Namen und selbst die Jahreszahl geben 
mir keine Anhaltepunkte, solange ich sie nicht so genau 
studirt habe, wie die Rembrandtbezeichnungen aller der 
Bilder, welche ich dem Wirklichen Rembrandt habe ab- 
sprechen müssen, weil sie von dem begrifflichen "Rem- 
brandt", d. i. von F. B01, gemalt und mit dessen Merkmalen 
versehen sind. 
Was endlich die angeblich von Rembrandt für die 
Familie Six gemalten Bilder angeht, so ist zu bemerken, dass 
Rembrandt, wenn er z. B. im Jahre 1644 noch jenes wunder- 
bare Bild der „Ehebrecherin vor Christus" zu malen im 
Stande gewesen wäre, nicht nöthig gehabt hätte, bald dar- 
nach mit dem Verkaufe seiner G0ld- und Schmucksachen 
zu beginnen. Denn solche Bilder, Welche schon mit ihrer 
blossen Malweise Dou's Werke weit überragen, haben  
wie allgemein bekannt und zugestanden ist  
gefallen und hohe Preise eingebracht, 
 zu allen Zeiten 
selbst noch im
        

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