Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537724
äjä 
Theil. 
Capitel. 
nur mit Achselzucken begrüsst worden sein, und dass es 
den erwarteten Erfolg nicht hatte, beweist der Umstand, 
dass Rembrandt in Folge dadurch etwa hervorgerufener 
Bestellungen aus seinen Geldnöthen nicht herausgekommen 
ist, sodass er, obwohl von seinem Sohne und der Hendrickje 
in deren Kunsthandel beschäftigt und dafür mit Speise, 
Trank und Wohnung versehen, schon im nächsten Jahre, 
wie uns bereits bekannt ist, die Grabstätte seiner ver- 
storbenen Frau an den Grabmacher verkaufte, um etwas 
baares Geld in die Hände zu bekommen. 
Man sieht aus dem Gedichte auch, dass Rembrandt lieber 
für eine Reclame malte, die ihn berühmt machen sollte, als 
um seine Schulden zu tilgen und seinen Mitbürgern gegenüber 
ein ehrlicher Mann zu sein, was ihm möglich gewesen wäre, 
wenn ein in ihm vorhandenes Ehrgefühl seinen Fleiss an- 
gespornt hätte.  
hat Rembrandt eine Susanna 
aber ebenso wie die schöne 
-Den Notariatsacten zufolge 
gemalt; dieselbe dürfte wohl 
Venus des Philips de Koninck verloren gegangen sein.  
Die ebenfalls in den Acten genannte "Beschneidung", welche 
in dem W166i" datirten Bilde bei Earl of Spencer in Al- 
thorp vermuthet wird, ist von C. Vosmaer und von Dr. Bode 
so verschiedenartig beschrieben und kritisirt worden, dass 
man daraus kein abschliessendes Urtheil gewinnen kann. 
Auf Grund des von Dr. Bode ausgesprochenen Urtheils könnte 
man eine Möglichkeit herleiten, dass jenes Bild von Rem- 
brandt herstammt; nach C. Vosmaer aber, der das Bild für 
eine geistreiche Skizze hält, muss man daran zweifeln. Es 
käme also für die Feststellung eines oeuvre des wirklichen 
Rembrandt darauf an, dieses Bild genau zu untersuchen, 
um in erster Linie zu entscheiden, 0b es kein Werk F. B0l's 
ist. Sollte es nicht von diesem herrühren, so hätte man
        

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