Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537705
372 
Theil. 
Capitel. 
mehreren latenten Bezeichnungen BoYs, Welche sich auf 
diesem vortrefflichen Portraitstücke vorfinden.  Wenn Herr 
Prof. Dr. Riegel meinte, man werde den Sinn dieser ein- 
gekratzten Bezeichnung wohl niemals herausfinden, so war 
das glücklicherweise ein lrrthum.  
Unter den Portraits glaubte man ferner dasjenige des 
de Decker (Welches Rembrandt gemalt und diesem zum Ge- 
schenk gemacht hatte) bestimmt und als ein in der Ermitage 
ein- 
war 
zu St. Petersburg befindliches festgestellt zu haben. 
daselbst für das Portrait de Deckefs -geltende Bild 
Das. 
trägt 
jedoch die Jahreszahl 1666, während de Decker bereits im 
Jahre 1661 das bekannte merkwürdige Gedicht veröffentlichte, 
in Welchem er Rembrandt für jenes Bildniss mit über- 
schwämglichen Worten dankt. Rembrandt muss das be- 
treffende 
Portrait 
also 
mindestens 
am 
Anfange 
des 
Jahres 
1661 
gemalt 
haben. 
Das 
Portrait 
in 
St. Petersburg 
aber 
ist 
da 
es in den Rahmen des bisher 
bestehenden 
Rembrandt  Begriffes 
hineingehört , 
und 
ist 
willkürlich 
mit 
dem 
Namen 
de 
Deckefs 
benannt, 
wie 
auch 
SO 
viele 
andere 
Portraits 
mit 
Namen 
benannt 
sind, 
die 
den 
Dargestellten 
nicht 
angehört 
haben. 
Nach 
denjenigen 
Personen 
indessen, 
Welche 
Rembrandt 
nach 
dem 
Zeugnisse 
der 
Notariatsacten 
wirklich gemalt hat, sind bisher keine dem Rembrandt-Be- 
griff zugeführten Portraits benannt worden, da man vor der 
Publication 
der 
betreffenden Acten 
davon 
nicht wusste, 
dass 
Rembrandt jene Leute 
Recht interessant 
gemalt hat. 
ist das Gedicht 
de 
Deckefs. 
Dieser 
Dichter muss ein rührend gutes Herz, aber einen wenig 
klaren Kopf gehabt haben. Mit Rembrandt war er schon 
von langer Zeit her bekannt: er hatte bereits im Jahre 1638, 
wie wir gesehen haben, ein Bild desselben, welches die Be- 
gegnung Christi mit der Maria Magdalena am Grabe dar-
        

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