Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537694
Wer 
ist Rembrandt? 
371 
als für Rembrandt erwiesen anzunehmen. Dieses trägt aber 
(ebenso wie das Bild in Berlin) einerseits latente Bezeich- 
nungen Bol's und kennzeichnet sich andererseits in jeder 
Beziehung als ein dem oeuvre desselben Zugehöriges Werk. 
Für diejenigen übrigens, welche davon überzeugt sind, 
dass die "Anatomie des Dr. Tulp" von Rembrandt gemalt 
worden sei, muss es verwunderlich sein, dass Angel, während 
seinem 
im 
Jahre 
1642 
erschienenen 
Büchlein 
ver- 
schiedene Darstellungen von "Anatomien" hervorhebt, einer 
"Anatomie" von Rembrandt nicht Erwähnung thut, während 
die "Anatomie Tulp" doch gerade hätte berühmt sein müssen, 
zumal bei diesem Bilde der Hintergrund doch gewiss nicht 
in "Finsterschwarz" vertrieben worden ist, wie es Rem- 
brandt sonst zu thun liebte und wodurch er das Missfallen 
seiner Zeitgenossen erregte. Uebrigens ist die Benennung 
der betreffenden Anatomie falsch, da der dargestellte vor- 
tragende Professor keineswegs Dr. Tulp ist, wie aus den 
festgestellten Portraits dieses seiner Zeit hochverehrten und 
verdienstvollen Mannes hervorgeht, welche wohl unter sich, 
nicht aber mit dem auf der in Rede stehenden Anatomie 
dargestellten Professor Aehnlichkeit haben. 
Auch dieses herrliche Portraitstück ist 
ein 
Werk 
des 
holländischen G-rossmeisters F. B01, wie auch die unter Nr. 21 
und 21 a reproducirteil Bezeichnungen beweisen. Dieses Bild 
ist technisch dem ehemals nach Hugo Grotius benannten Por- 
trait in Braunschweig so unbedingt nahestehend, dass man für 
beide eben nur denselben Meister annehmen kann, und es ist 
ausserordentlich bemerkenswerth, dass Herr Prof. Dr. Riegel, 
der Director des Herzogl. Museums in Braunschweig, unter 
der falschen Rembrandt-Bezeichnung auf dem Bilde des 
"Grotius" eine in die Farbe geritzte 
hat, die einem "R" ähnlich sein soll, 
Bezeichnung bemerkt 
 den Rest einer der
        

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