Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537547
356 
Theil. 
Capitel. 
in das Gebiet der antiken Mythe: hunloristisch 
med", hochpoetisch im "Raub der Proserpina"  
im 
"Gany 
Ueberal 
seinen 
Historienbildern, 
WV O 
EIIIgGITIBSSGII 
und angänglich ist, verfährt er bei ganz realistischer Fornlel 
auffassung mit wahrer und tiefer Synlbolisirung. 
Daneben 
erfasst 
die 
Landschaft, 
die 
gallZe 
Natur 
ihrer 
seelenhaften 
Stimmung , 
ein 
weites 
Gebiet, 
dessen 
hauptsächliche Norm bei 
drucks der zupasssenden- 
der Darstellung Wahrheit 
Empfindung ist. 
des Aus- 
Seine Portraits sind unübertroffen und von magischem 
Reiz der Farben- und Lichtgebung bei aller Naturtreue, an 
der er hier" ganz und gar festhält. Er weiss seinen Gestalten 
Seele, Empfindung, Leben einzuhauchen, ein Prometheus der 
Kunst, 
dem 
die 
Natur 
das 
Licht gab, mit 
dem er die Dunkel- 
heit 
zauberhaft 
erhellt. 
Goldige 
Sonnenstäubchen 
spielen 
der 
Luft, 
welche 
seine 
Gestalten 
umfliesst. 
Aber 
ein 
tiefer 
Ernst 
liegt 
zumeist 
den 
Mienen 
seiner 
Personen, 
oft 
auch 
eine 
erhabene 
Seelenstimmuxlg: 
ein 
gewaltiges 
inneres 
Leben 
kommt 
Z L1 
harmonisch 
dänlpftem, 
aber 
um 
ergreifenderem 
Ausdruck. 
Darum 
sind 
seine 
Schöpfungen 
dauernd 
SO 
anziehend, 
weil nicht die Ekstase körperlicher. physiologischer Leiden- 
schaft, sondern psychische Leidenschaft, dauernde seelische 
Ekstase seine Gestalten durchdringt, durchzittert. Es ist 
ein gewaltiger, ja leidenschaftlicher Idealismus, geistiges, 
seelisches, hervorragend menschliches Gefühl, das seine 
Gestalten durchglüht. Es sind dauernde Gefühle: tiefe 
Frömmigkeit, Gottvertrauen, Glauben an den Sieg des Geistes, 
Vaterlandsliebe, Mannhaftigkeit, Ernst, Hoffnung, Lebenskraft, 
-Muth und -Lust, Versenkung in das eigene "Ich", die aus 
seinem Geiste sich zu unvergleichlichen Gestalten heraus-
        

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