Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537531
Ferdinand 
B01 
als Künstler. 
355 
dass eine genaue Kcnntniss des Geburtsjahres der darge- 
stellten Personen bei den vorzüglichsten der dem Rembrandt 
zugeschriebenen Portraits genügen Würde, um festzustellen, 
dass dieselben entweder erst nach Rembrandts Tode ent- 
standen oder doch in ganz anderen Jahren gemalt sein 
müssen, als die auf den Bildern befindlichen falschen, oder 
die bisher auf Grund solcher Datirungen nach Analogie 
festgestellten Jahreszahlen ergeben haben. 
Wäh von d 
für Rembrandt nach dem, was über sein Leben 
bekannt geworden ist, 
hat, dass er auch nur 
sich die Unmöglichkeit herausgestellt 
den dritten Theil der seinem Namen 
zugeschriebenen Historienbilder und Portraits gemalt haben 
kann, und da bei der Verschlechterung seines Charakters 
und der Schwächlichkeit seines Wesens die Entstehung 
jener bedeutenden Kunstwerke aus Rembrandts Geiste her- 
aus weder erklärlich noch begreiflich ist, so gewinnen die- 
selben Werke im Anschluss an die Persönlichkeit Bol's hin- 
gegen 
Verständlichkeit 
und 
Interesse. 
Ferdinand B01 also, und nicht Rembrandt, 
erwählte künstlerische Genius seines Volkes, 
war 
der 
der 
zur 
aus- 
Zeit 
der grössesten Kraftentfaltung desselben 
unvergüngliche Monumente errichtete, 
mit 
seinen Werken 
durch Farben, 
Formen 
und 
Tönungen 
redende 
Zeugen 
eines 
männlich- 
ernsten, 
starken, 
wohlwollenden, 
liebevollen Geistes, der das 
Göttliche 
im 
Menschen 
achtet, 
und 
wäre 
ES 
noch 
SO 
scheinbar 
und 
durch 
äussere 
Unvollkommenheit 
und 
das 
Schicksal 
gebrochen. 
Ferdinand Bol ist der Maler der religiösen und politischen 
Zeitgedanken seines Volkes, nur hin und wieder aus dem 
fest umschlossenen Bau seiner Gedanken und Gefühle, dem 
festen 
Gefüge 
seines 
geistigen 
Weltgebäudes, 
abschweifend
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.