Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537484
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Theil. 
Capitel. 
machen. Uebrigens zeigen die hinzugefügten Stellen eine 
von der Originalbehandlung des Autors durchaus verschie- 
dene Radirtechnik, welche man logischerweise tinmöglich 
auf die gleiche Künstlerhand zurückführen kann. 
In der französischen Ausgabe des Radirwerkes "R801- 
brandtis" von Charles Blanc wird darauf aufmerksam ge- 
macht, dass die Figur des Gideon auf einem von F. Bol 
radirten Blatte an diejenige des jungen Tobias auf dem 
schönen Bilde des Louvre erinnere. Ganz recht! Dergleichen 
Aehnlichkeiten kommen in den Compositionen eines und 
desselben Meisters vor, obwohl gerade Ferdinand Bol bei der 
unendlichen 
Fülle 
VOI1 
Gestalten, 
welche 
dargestelh 
hat, 
sich sehr selten 
ristische Figuren, 
Welche er in den 
wiederholte. Einige für F. B01 charakte- 
so die eines contemplativen Zuschauers, 
Vordergrund seiner Bilder postirt, finden 
sich 
gleichwohl 
auf 
einigen 
seiner 
Gemälde und Radirungen. 
S0 
steht 
in 
seinem 
Historienbilde 
"Pyrrhus 
und 
britius" 
im 
Vordergrunde 
rechts 
ein 
corpulenter 
Mann, 
der 
einen 
Stock 
mit 
beiden 
Händen 
auf 
dem 
Rücken 
hält. 
Eine 
corpulente Männergestalt 
in 
ilhlmlicher 
Haltung 
findet 
sich 
auf mehreren 
Bildern 
UIISQTCS 
Meisters, 
gGIIELU 
derselben 
Stellung 
aber 
auf 
dem 
sogenannten 
"Hundert- 
guldenlalatte" 
im 
Vordergrunde 
links , 
also 
auf 
der 
zuge- 
hörigen 
Kupferplatte , 
dem 
Bilde 
in 
Braunschweig 
ent- 
sprechend, rechts.  
Auf einer Tuschzeichnung im Dresdener Cabinet, welche 
das „Urtl1eil Salomds" darstellt, steht rechts von dem Throne 
desselben eine vornübergebeugte Greisengestalt in en face- 
Stellung; welche beide Hände auf einen Stock stützt. Eine 
derartige Gestalt finden wir auch auf dein Bilde des "Opfers 
Salomds", dieselbe steht hier ebenfalls zur rechten Hand 
des Königs iin Hintergrunde.  In der Gesammtauffassung
        

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