Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537401
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Theil. 
Capitel. 
Figuren beugte er dadurch vor, dass er die Handlung auf 
eine Estrade verlegte, zu Welcher einige Stufen hinauiführen; 
er gewann auf diese Weise Raum zur Aufstellung für seine 
Figuren, wie wir schon bei der "Nachtwache", dem Umzuge 
der Bürgerschützen von Amsterdam, gesehen haben. 
Es ist nicht zu leugnen, dass die Gestalten, besonders 
der Hauptpersonen, durch dieses Arrangement ungemein frei 
und gross wirken und einen monumentalen Charakter er- 
halten haben. 
Vor dem 
Jahre 
1656 
finden 
wir 
IIIGÄHBSt 
Wissens 
keinem Historienbilde BoTs die Horizontlinie 
bis zur Hälfte oder unter dieselbe bis in 
tiefer als etwa 
die Nähe des 
unteren Drittels gelegt. Dagegen behält er nach 1656 im 
Allgemeinen eine tiefere Lage des Horizontes bei, wenn er 
denselben auch kaum noch ein zweites Mal in das untere 
Achtel 
 In 
gelegt 
seiner 
hat. 
Skizze 
Zll 
dem 
Bilde 
des "Duilius", 
das 
eben- 
falls 1656-57 gemalt wurde, liegt die Horizontlinie nur im 
unteren Viertel, in dem „Opfer Salomds" vom Jahre 1658 
im unteren Fünftel, dagegen in den Bildern „Heilige Fu- 
milie" in Dresden, „Christus erscheint der Maria-Magdalena" 
in Braunschweig, "Tobias wird von Raguel zu dessen Tochter 
Sarah geführt", ebendaselbst, wie in verschiedenen anderen 
Historienbildern, liegt der Horizont noch in der mittleren 
Höhe des Bildes. Diese Werke verweisen also auch durch 
diesen Umstand, nicht nur durch ihre Technik und andere 
bereits erwähnte Gründe auf eine weiter zurückliegende 
Entstehungszeit.  
Wir gewinnen aus der Kenntniss dieser Thatsache einen 
Anhaitepunkt für die Eintheiiung der BoYschen Bilder nach 
gewissen Jahrzehnten ihrer Entstehungszeit, was um so 
wichtiger ist, als die echten Jahreszahlen auf den meisten
        

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