Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537284
330 
Theil. 
Capitel. 
heimnissvolle 
Schattenreich 
umfängt 
sie 
bereits 
mit 
seinem 
Dunkel. 
Vergeblich 
sträubt 
sich 
die 
lebensfrohe 
Tochter 
der 
Ceres: 
Pluto 
hält 
sie 
mit 
starkem 
Arm 
umfasst 
und 
raubt 
sie 
der 
Erde, 
entrückt 
sie 
dem 
Licht. 
Dieses 
Bild 
ist 
in 
seinem 
poetisch  geheimnissvollen 
Zauber noch nicht genug gewürdigt worden. Die Handlung 
ist gross und dramatisch aufgefasst, und es hat den An- 
Schein, 
wollte: 
als 
die 
0b die Erde selbst 
Gestalten mit den 
ihren Liebling zurückhalten 
erhobenen Armen, Welche 
Proserpina an den Kleidern festhalten, wachsen gleichsam 
aus dem Erdboden heraus, als wären in den geängstigten 
Gespielinnen die Blumen des Feldes personificirt, Welche 
dem Mythos zufolge dahinwelken müssen, sobald Proserpina 
im Schoosse der Unterwelt verschwindet. 
Dieses Bild, 
welches 
mit 
seinem 
tiefblauen Himmel 
und 
seinen 
dunkel 
Schattentönen eher 
dasjenige erinnert, 
grünlich  braunen 
Correggids als an 
an das PIelI- 
welches man 
jetzt 
unter 
dem 
"Rembrandtischen" 
versteht, 
Wollte 
1113.11 
ElllS 
eben 
diesem 
Grunde 
als 
ein 
Werk 
Rembrandt's 
nicht 
anerkennen, 
gestellt, als 
denn dieser „gr0sse Meister" wurde so 
sei er, von Niemandem lernend. und von 
dar- 
Nie- 
mandem 
beeinflusst , 
allein 
seinem 
Genie 
vertrauend 
VOI1 
Anfang an auf eigenen Pfaden 
Herr Dr. Bode jedoch hat 
gewandelt. 
dieses Werk, 
indem 
sich 
consequent an die Technik desselben hielt, und aus der 
wahrhaft einzigen Wiedergabe der Pflanzenwelt seine Schlüsse 
zog,  dem „0euvre Rembrandts" eingereicht, mit Welchem 
es nunmehr steht und fällt. 
Wir sind nicht kühn genug, um Ferdinand Bol als Auto- 
didacten anzusehen und hinzustellen, denn auch das grösste 
Genie bedarf zu seiner Ausbildung der Anleitung und An-
        

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