Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537148
316 
Theil. 
Capitel. 
versenkt. 
Der 
Realismus 
der 
Kunst 
und 
der 
Pantheismus 
des Giordano Bruno 
und 
seine 
begeisterte Bewunderung 
der 
Heldenthat 
Luthers, 
die 
Entdeckungen 
des 
Copernicus 
und Kepler, des Galilei und Newton, das System des Des- 
cartes und Spinoza sind im Grunde derselben Quelle 
entsprungen,  der Versenkung in das wahre Wesen der 
Natur. 
Es 
ist 
fraglßs, 
dass 
auf 
einen 
tiefen 
und 
ernsten 
Geist, 
wie 
B01 
ES 
WEIT-r 
die 
Uebersiedelung 
3115 
der 
Provinzialstadt 
Dordrecht nach der Weltstadt Amsterdam von den grössesten 
Folgen sein musste. Kam er hier doch mit den geistigen 
Strebungen seiner Zeit in engste Berührung, von dem Ge- 
zänke orthodoxer kleiner Geister unbehelligt, in eine Region 
neuer, grosser Anschauungen. Hier erlebte er die Wandelung 
von einem Standpunkte des "Vaters Cats" zu der tiefen sym- 
bolischen Auffassung der Welt und des Menschengeistes, 
von der er in seinen Werken Zeugniss ablegt. 
Hier  von Menschen grossen Stils umgeben  wächst 
er in seiner Geistigkeit, hier wird er gross, tief Hund frei 
von dem Kleinlichen und Unbedeutenden. Hier entwickelt 
sich 
mit 
seiner 
Weltanschauung 
auch 
sein 
seine 
Vor- 
"tragsweise. Hier wird er ein Amsterdamer, ein wahrer Sohn 
jener damaligen "Hauptstadt von Europa", wie man der 
Wahrheit nach gern sagte.  
Die Zeit seit Copernictls und Galilei war für seinen 
Geist nicht nutzlos verstrichen: 
seiner Glaubens-Ueberzeugungen 
er ist bei aller Festigkeit 
ein Künstler der Neuzeit, 
ein 
moderner 
Geist. 
Man ist seit langer Zeit gewöhnt, die Werke Ferdinand 
BoYs, welche jetzt hauptsächlich den künstlerischen "Rem- 
brandW-Begriff constituiren, für diejenigen eines naiven 
Künstlers zu halten, der ohne höhere Geistesbildung voll
        

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