Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534155
Ueber das Leben Ferdinand 
 
Name Fernandes in der Lucasgilde zu Dordrecht mehrfach 
genannt wird, so lasst sich annehmen, dass auch Verwandte 
seiner Mutter Maler gewesen sind. Im Juni 161.6 wurde 
Ferdinand Bol zu Dordrecht in der reformirten Gemeinde 
getauft. Er war also Calvinist. Er hatte zwei jüngere 
Brüder, von denen der eine, Johannes, später als Chirurg 
genannt und von 1650 ab als Hllflynheer" betitelt wird. Ueber 
Ferdinand Bols in Dordrecht verlebte Jugendzeit ist uns 
nichts bekannt, auch hat sich bisher nicht feststellen lassen, 
wann er nach Amsterdam übersiedelte und ob er dort so- 
gleich Rembrandts Unterweisung suchte oder zuvor noch ii1 
ein anderes Atelier, etwa bei de Keyser eingetreten ist. Die 
einzige urkundliche Bürgschaft für eine Bekanntschaft Bolis 
mit Rembrandt giebt uns ein notarielles Actenstück vom 
30. August 1640, welches Bol als Rembrandts Zeuge mit 
diesem zusammen unterzeichnetel). 
Ob Bol zu dieser Zeit bereits selbstständig war, lässt 
Veth dahingestellt; es muss jedoch angenommen werden, 
da er in seiner Eigenschaft als Zeuge nicht als Hdiscipel" 
Rembrandts genannt wird. Die früheste von ihm bekannte 
Radirung tragt die Jahreszahl 1642 (nach Bartsch und 
Scheltema stammen drei Stiche aus diesem Jahre). In 
diesem Jahre ist er also jedenfalls selbstständig gewesen, da 
Schüler oder sogenannte "Gesellen" die Bilder oder Stiche, 
welche sie noch im Meisteratelier fertigten, nicht mit dem 
eigenen Namen bezeichnen durften. 
Im Jahre 1641 lebten B0l's Eltern noch, da sie am 5. Juli 
dieses Jahres ein wechselseitiges Testament errichteten. Er 
L 
1) Er schreibt seinen Namen hier B011, ein Beweis, dass derselbe 
mit einem kurzen und nicht mit einem gedehnten o zu sprechen ist, 
Später lässt er das zweite 1 bei seinem Namen fort.
        

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