Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1537049
III. 
Capitel. 
Die 
Helldunkelmalerei, 
der 
Realismus 
und 
Ferdinand 
Bol. 
Der Name Rembrandts ist in der Vorstellung der 
Menschen mit der Helldunkelmalerei fast gänzlich identificirt 
worden, sodass man den Namen gern an die Stelle des Be- 
griEes setzte. So sagt Lemcke z. B. (wenn auch mit dem 
Bewusstsein des Uneigentlichen), man habe schon vor Rem- 
brandt "rembrandtisirt". Damit ist ausgedrückt, was dem 
modernen Causalitätsbervusstsein einzig verständlich ist, 
nämlich, dass auch bei den Holländern das Streben nach 
Helldunkel 
schon 
VOI' 
Rembrandt 
vorhanden 
war 
und 
dass 
Rembrandt eine Etappe in der 
dunkelmalerei bedeuten kann. 
Vervollkommnung 
der 
Hell- 
Das Streben nach dem Formenideal, welches in körper- 
licher Proportionalität, schönen Umrissen und edlen Be- 
wegungen gesucht wurde,  ein Ziel, welches die Malerei 
mit der Plastik gemeinsam verfolgtyhatte, war nach und nach 
als hauptsachliches Moment in der Malerei zurückgetreten; 
die Farbenphantasie der Menschen hatte sich weiter ent- 
wickelt und das Streben nach rein malerischer, dieser Kunst 
allein zugehöriger Wirkung gewann die Oberhand. Die 
Malerei trat mit diesem Schritte in ein neues, hochwichtiges 
Entwickelungsstadium: die malerischen Mittel wurden all-
        

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