Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536997
Nachtrag. 
301 
Darum 
wird 
auch 
das 
Bofsche 
Bild 
des 
S chütz en  Um- 
Zuges 
nicht 
den 
Platz 
im 
kleinen 
Kriegsrathssaale , 
für 
welchen es gemalt worden war, gewechselt haben und nicht 
verstümmelt worden sein, weil es einem anderen Bilde 
weichen und für einen anderen Platz zurechtgeschnitten 
werden 
musste. 
Es 
wird 
vielmehr 
dem Orte, 
ES 
WO 
auf- 
gehangen war, verblieben sein. Man 
stümmelung der "Nachtwache" schon 
darf also die Ver- 
aus diesem Grunde 
verneinen. 
Ausser dem grossen Bilde von van der Helst, von dem 
man annimmt, dass es dasjenige sei, welches auf den 
Cloveniersdoelen gestanden habe, nennt der Verfasser der 
Beschreibung des Stadthauses von 1737 kein anderes von 
denen, welche ausser jenem auf diesen Doelen gehangen 
haben, Weder das Bild von Sandrart noch dasjenige von 
Rembrandt. Die betreffenden Bilder mögen also zu dieser 
Zeit noch auf ihrem alten Platze gewesen sein. Warum 
sollte nun dieses Bild allein auf das Stadthaus geschafft 
worden sein und die anderen nicht? 
Der van der Helsfschen 
Stücke erwähnt er mit folgenden Worten: "diese beiden 
letzten, welche von van der Helst gemalt sind, besonders 
aber das letztere (mit Cornelis- Witsen) ist so schön in An- 
ordnung und Stellungen und der Geschmack darin ist so 
bewvundernswürdig, dass man Mühe hatte, andere Bilder zu 
finden, Welche diesem letzteren gleichkommen: man kann 
dasselbe selbst bis zu dem Punkte rühmen, dass, wenn es 
irgend ein Stück giebt, welches den Namen der Vollendung 
iferdient, es sicher dieses ist." 
Für den "Schützenumzug" Ferdinand B0l's war in dem 
kleinen Kriegsrathssaale leider kein genügender Abstand vor- 
handen, auch fehlte es für das gedunkelte und mehrfach 
überfirnisste Bild an dem nöthigen Licht, um es genügend
        

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