Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536939
Die 
Nachtwache". 
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raths-Saal zu malen. Vielleicht auch haben reiche Bürger- 
schützen dieses Bild dem Stadthause zum Geschenk gemacht. 
Dass in dem Kriegsrathssaale nicht nur die Schützen- 
stücke älterer Meister, welche von den Voetboogsdoelen ge- 
kommen Waren, untergebracht wurden, geht aus Commelin, 
Bd. I, S. 266, hervor. Er sagt: „Dieser Saal ist mit vieI_ 
herrlichen Malereien verziert von der alten Schutterye "der 
Voet-boogs Doelen; und auch mit einigen aus letzter 
Zeit, von vielen vortrefflichen Meistern gemacht, 
die alle würdig sind besichtigt zu werden". 
Es wäre also möglich, dass das Bild des „Schützen- 
Umzuges" oder „Umzuges der Bürgerschützen von Amster- 
dam", wie man die "Nachtwache" nennen könnte, in diesem 
Saale Aufstellung gefunden hatte. Es kann aber auch sein, 
dass dieses Bild, als es sich im Jahre 1662 darum handelte, 
den kleinen Kriegsrathssaal durch eine Malerei auszu- 
schmücken, nach dem Jahre 1662 für diesen Saal gemalt 
worden ist; denn ein diesem Saale hat van Dyk dieses Bild 
gefunden. Man hat, wie es scheint, aus dem Umstande, dass 
die "Nachtwache" in diesem Saale gestanden hat, geschlossen, 
dass die Ausschmückung desselben wohl in Erwägung ge- 
zogen, aber nicht zur Ausführung gebracht wurde, da, wie 
man wusste, von Rembrandt kein Bild zur Ausschmückung 
des Stadthauses gemalt worden ist. 
Wenn das Bild für diesen Saal gemalt wurde, so ist die 
Möglichkeit vorhanden, dass die Verstümmelung niemals 
stattgefunden hat und dass jene sogenannte „C0pie der 
Nachtwache" nach einem ursprünglichen Entwürfe des 
Meisters ausgeführt worden ist,  dass er aber bei Aus- 
führung des grossen Bildes sich genau nach den in dem be- 
treffenden Saale gegebenen Maassen richten und entweder die 
sämmtlichen Figuren unter Lebensgrösse halten oder seine
        

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