Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536922
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II. Theil. II. Capitel. 
Die Thatsache, dass auf der Copie im Louvre ebenfalls 
der Name des Banning Kocq fehlt, dürfte dadurch erklärt 
werden, dass dieser Name im vorigen Jahrhundert mit aller 
Sorgfalt entfernt worden ist, nachdem es aus van Dyk's 
Buche bekannt geworden war, dass auf dem Original dieser 
Name nicht vorhanden sei. 
Uebrigens hat van Dyk noch andere Irrthümer ver- 
schuldet, welche bereits auf ihn, als die Quelle derselben, 
zurückgeführt worden sind; _es geschieht den Manen des- 
selben also sicherlich kein Unrecht, wenn hier ausgesprochen 
Wird, dass er diese Irrthümer wohl mit Bewusstsein veran- 
lasst 
führt 
und 
hat. 
seine 
Zeitgenossen 
damit 
hinter 
das 
Licht 
Indessen hat van Dyk immerhin den Ruhm, seinen Zeit- 
genossen in Amsterdam, die sich wenig mehr um die Kunst- 
werke der grossen Zeit ihres Volkes kümmerten, einige der- 
selben, besonders auch die "Nachtwache", wieder interessant 
gemacht zu haben, was nicht zum Wenigsten durch die an- 
geblich aufgefundene Namensliste geschehen sein dürfte. 
Wie wir ausgeführt haben, war dieses Bild offenbar 
dazu bestimmt, die Gesammtheit der Amsterdamer Schützen 
zu repräsentiren (wie besonders aus der Collectiv-Fahne 
hervorgeht) und den festlichen Umzug, die Parade dieser 
Bürgerwehr zur Zeit der grossen Kirchmesse, darzustellen. 
Aus diesem Grunde kann nicht angenommen werden, 
dass dieses Bild von Wenigen Schützen für irgend einen 
Doelen-Saal ihrer eigenen Portraits halber bei dem Meister 
bestellt worden War, sondern es muss vielmehr geschlossen 
werden, dass der Künstler entweder vom Kriegsrath oder 
von den Bürgermeistern den Auftrag erhalten hatte, ein 
entsprechendes Bild für den grossen oder kleinen Kriegs-
        

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