Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536812
Die 
Nachtwache". 
283 
War, und da man ferner genau weiss, dass dieser für das 
Stadthaus kein Bild zu malen beauftragt War, so müsste er 
die "Nachtwache", wenn sie von ihm stammen sollte, für 
irgend eine Doele nach dem Jahre 1653 gemalt haben. 
Darnach stellt sich zum mindesten die Datirung der "Nacht- 
wache" als falsch heraus. Freilich hat niemals etwas davon 
verlautet, 
habe.  
dass 
Rembrandt 
ein 
zweites 
Schützenbild 
gemalt 
Nachdem 
erwiesen 
worden 
ist, 
dass 
die 
"Nachtwache" 
und 
das 
Rembrandfsche 
Portraitstück , 
VOI1 
welchem 
die 
Acten berichten, zwei gänzlich verschiedene Bilder gewesen 
sind, so fragt es sich nunmehr, wo das Bembrandfsche Bild 
geblieben ist, da man an seiner ehemaligen Existenz nicht 
zweifeln kann. Wenn die Angabe des Herrn D. C. Meijer 
richtig ist, dass das Rembrandifsche Bild im Saale der 
Cloveniersdoelen der Einfeuerung des Caminofens gegenüber 
den allerungünstigsten Platz inne hatte, sodass es von Rauch 
geschwärzt, besonders aber von der strahlenden Wärme 
"riesiger "Forffeuer" zu leiden hatte, so muss dasselbe im 
Laufe eines Jahrhunderts (von 1642 bis nach 17418) nicht 
nur völlig gedunkelt und unkenntlich geworden, sondern 
derartig ausgedörrt und geröstet worden sein, dass Weder 
die Farbe noch die Leinwand mehr Consistenz genug be- 
sassen, um einen Transport nach einem anderen Orte aus- 
zuhalten. Wenn das Bild nicht überhaupt zerfallen ist, so 
musste seine Farbe wenigstens zum grossen Theile abge- 
bröckelt sein. Das Bild wird deshalb auf dem Stadthause 
nicht erst aufgehangen, sondern auf einen Bodenraum ge- 
bracht und dort vergessen und verkommen sein, Wie so viele 
andere Bilder, nicht allein Rembrandt's, sondern auch anderer 
Künstler.
        

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