Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536758
"Nachtwache. 
Die 
277 
Verkürzte Partisane in der Hand trug, "die so gut per- 
spectivisch gemalt war, dass  obwohl sie auf dem Gemälde 
nicht mehr als einen halben Fuss lang war, sie von 
jedem in ihrer vollen Länge gesehen zu werden schien". „Der 
Rest aber, wenn man bedenkt, was man von einem so be- 
rühmten Manne verlangen kann, wie aufgeklebt und confus,  
so weit, dass die anderen Figuren sich wenig von einander 
Unterschieden, obwohl sie mit grossem Natursttidium ge- 
macht waren." 
zwei 
Punkten 
stimmen 
die 
beiden 
Kritiker 
mitein- 
ander überein, dass nämlich Rembrandt die  einzige  
Hauptfigur mit besonderer Vorliebe ausgeführt habe, Während 
er die übrigen Portraits vernachlässigte. Ueber die künst- 
lerische Qualität des Bildes sind sie verschiedener An- 
sieht. Was beweist das? Nichts, was die sogenannte "Nacht- 
wache" angehen kann; denn deren Qualität konnte von 
Künstlern, Welche ein Urtheil über ein tüchtiges Bild hatten, 
derart niemals umstritten werden; das zwiespältige Urtheil 
beweist vielmehr nur, dass das Re mbran (It's ch e Portrait- 
Stück von zweifelhafter Qualität war. 
Vergleichen wir die "Nachtwache" mit der Beschreibung 
Baldinuccfs, sowie dem Berichte Hoogstratelfs und dem, 
Was wir aus den Acten über das Rembrandt'sche Portrait- 
Stück erfahren haben, so stellt sich heraus, dass dieses 
Portraitstück und die "Nachtwache" zwei verschiedene Bilder 
sein müssen.  Vergegenwärtigen wir uns die "Nachtwache". 
Aus einem dunkeln Thorbogen heraus kommt ein leb- 
haft bewegter SChÜtZGIJZLIg in festlichen Kleidern und mit 
Wßhenden Federn auf Helmen und Hüten dem Beschauer 
enigegen; an der Spitze desselben schreiten in ernsteln Ge- 
spräche die Führer, ein Hauptmann und ein Lieutenant. 
Rechts und links von dem "Fhorbogen scheinen zwei andere
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.