Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536622
ß 
Theil. 
Capitel. 
schreibt, sich, soviel er nur kann, nach den Thatsachen, 
die ihm interessant sind, zu erkundigen pflegt. Er giebt ja 
auch an, dass er eine "kunst- und historiekundige" Be- 
schreibung der Kunstwerke liefere. 
Wäre, so müssen Wir schliessen, die Ueberführung und 
Verstümmelung des Bildes danlals vor Wehigen Jahren 
vor sich gegangen, so hätte er sicher, falls es sich nur um 
9-10 Jahre handelte, wofern er damals in Amsterdam War, 
selbst davon gewusst,  falls um 20 Jahre, alsdann sich 
noch erkundigen können, da nicht anzunehmen ist, dass in 
solcher Zeit alle bei der Neuaufstellung betheiligten Personen 
gestorben sein sollten. Hatte die Verstümrnelung stattge- 
funden, so mussten damals Sachverständige Leute hinzuge- 
zogen Werden, um das Bild auf einen neuen Blendrahmen 
zu spannen. Geschah sie vor kurzer Zeit, so wäre er wohl 
selbst hinzugezogen worden und hätte vielleicht von diesem 
Vorhaben abgerathen. Auch Würde er Einzelheiten darüber 
sicherlich angeben, das Jahr, die daran betheiligten Per- 
sonen u. s. w. Aber nichts von alledem findet sich in van 
Dyk's 
Buch. 
Die Verstümmelung des Bildes muss also schon 
seit viel längerer Zeit bestanden haben, sodass sich 
van Dyk bei Niemandem mehr erkundigen konnte, sondern 
einer für ihn ganz überraschenden Thatsache gegenüber stand. 
Ja, wenn sie überhaupt stattgefunden hat, muss das zu 
einer Zeit geschehen sein, als das- Bild sich noch lange nicht 
in einem so völlig undurchsichtigen Zustande befand, von 
dem van Dyk berichtet. Denn man hat bei der eventuellen 
Verstümmelung keineswegs die Compositionsverhältnisse des 
Bildes ausser Acht gelassen und merständnisslos und blind 
darauflos geschnitten, sondern auf der rechten Seite (vom 
Beschauer aus gesehen) sehr wenig abgenommen, um die
        

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