Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536614
"Nachtwache". 
Die 
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rechterseits (NB. von dem Bilde aus gemeint) haben noch 
zwei Figuren und links hat der Tambour ganz gestanden, 
was ('twelk) zu sehen ist an dem echten Modell, 
das sich jetzt in den Händen des Herrn Boendermaker be- 
findet". 
Van Dyk will offenbar sagen, dass die Richtigkeit seiner 
Angabe aus dem Modell hervorgehe, welches echt sei und 
daher nach seiner Meinung mit dem grossen Bilde überein- 
gestimmt habe. Da es aber eine Abweichung, und zwar ein 
Plus, zeige, so müsse man annehmen, das grosse Bild sei 
dereinst auch um dieses Plus grösser gewesen als zu der 
Zeit seiner Aufiindung. Herr Meijer hat nun nachgewiesen, 
dass in dem kleinen Saale der Kriegsrathskammer im Stadt- 
hause der Zwischenraum zwischen den zwei hier in Betracht 
kommenden Thüren ein entsprechender gewesen sei, sodass 
die "Nachtwache" in ihrem gegenwärtigen Zustande (NB. mit 
einem schmalen Rahmen) dazwischen gestanden haben könne, 
und bestätigt sonach die Angabe des van Dyk in der Hin- 
sieht, dass zwischen diesen Thüren, also im kleinen Saale 
der Kriegsrathskammer, die "Nachtwache" gestanden haben 
könne. 
Warum nun schli esst van Dyk und berichtet nicht viel- 
mehr einfach: das Bild ist, wie bekannt, an den Seiten be- 
schnitten worden, als es im Jahre X von den Doelen nach 
dem Stadthaus übergeführt worden War und hier unterge- 
bracht Werden musste?  Wir können nur annehmen des- 
halb, weil er die ihm äusserst interessante Thatsache s elbst 
nicht kannte und weil er sie offenbar von Niemandem er- 
fragen konnte, sondern diesen Schluss aus der abweichenden 
Gestalt des "echten Modells" und aus dem Standorte des 
Bildes ziehen zu müssen glaubte. Wir müssen so urtheilen, 
weil ein Mann, der über solche Dinge stadtchronikartig
        

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