Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536600
262 11. Theil. n. Capitel. 
noch 
im 
Jahre 
1748 
auf 
dem 
Doelen 
befindlichen 
Bildes festzustellen. 
Wenn sonach die Identität besteht, so muss das Rem- 
brandfsche Bild zwischen den Jahren 1749 etwa und 1756 
bis 1757 von den Cloveniersdoelen nach dem Stadthause 
übergeführt worden sein. Eine bestimmte Angabe über die 
Zeit der Ueberführung existirt nicht. E s b estand un d 
besteht also eine Lücke in der Geschichte der 
"Nachtwache": es fehlt die Antwort auf die Frage, 
wann sie in das Stadthaus gekommen und 0b sie 
sonach mit dem noch im Jahre 174-8 auf den Doelen 
befindlichen Bilde identisch sein könne oder 
nicht. Herr D. C. Meijer, der über das Bild neuerdings 
geschrieben hat (Oud-Holland, Jahrgang 1886), nimmt die 
Identität einfach als selbstverständlich an. Er behandelt 
auch die von van Dyk vermeldete Verstümmelung des Bildes, 
von der schon Kolloff in seinem vielgenannten Aufsatze von 
1854- spricht. Van Dyk sagt nämlich, das Bild habe nicht 
mehr seine volle Grösse, sondern es sei davon etwas abge- 
schnitten Worden. Das Rembrandfsche Bild nun war 1648 
noch auf den Doelen und van Dyk vermeldet die Ver- 
stümmelung nicht als bekannte Thatsache, sondern 
schliesst auf sie aus dem "echten Modell", das sich 
in seiner Zeit bei dem Herrn Boendermaeker in Amsterdam 
befand. Er sagt Wörtlich: „,t is te beklagen, dat dit stuk 
zooveel is afgenomen 0m tusschen twee deuren te kunnen 
plaatzen, want op de rechterhand hebben noch twee Beelden, 
en op de linker heeft den Tamboer geheel gestaan, 'twelk te 
zien aan het egte Model thans in handen van den Heer 
Boendermaker". Das heisst hochdeutsch: "Es ist zu be- 
klagen, dass von diesem Stücke so viel abgenommen worden 
ist, um es zwischen zwei Thüren stellen zu können, denn
        

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