Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536579
Die "Nachtwache". 
Schon Jan van Dyk meinte die Bedeutung des Bildes 
insofern näher zu kennen, als er erklärt hat, einen gemalten 
Schild darin entdeckt zu haben, welcher an dem Thorbogen 
im Hintergründe angebracht wäre und 17 Namen der Dar- 
gestellten enthalteß) Das Bild wurde hierdurch zu einem 
Portraitstück, gleich anderen holländischen Schützenbildern, 
gestempelt. Dass man es für einen "Rembrandt" hielt, war 
selbstverständlich, da man Rembrandt schon damals allge- 
mein für den Grossmeister der holländischen Malerei ansah. 
Aus dem Stadthause von Amsterdam wurde das Bild im 
Jahre 1817 in das "Trippenhuis" überbracht, im Jahre 1852 
auf neue Leinwand gezogen und 1885 in das neue Gebäude 
des Ryksmuseums übergeführt. 
Neuerdings hat man nachgewiesen, dass die "Nacht- 
wache" ein Tagstück ist und glaubt, dass sie einen Auszug 
der Schützen darstelle, sowie man andererseits die Gewiss- 
heit erlangt zu haben meint, dass sie ein Portraitstück sei, 
da ihr Meister sie für Schützen gemalt habe, die sich in 
einer Gruppe bei ihm portraitiren lassen wollten. Man hat 
deshalb nicht umhin gekonnt, in dem Verfahren des Künstlers 
eine gewisse Incorrectheit zu erblicken, und glaubt der An- 
sieht sein zu müssen, dass er mit dem Bilde vielmehr einen 
abschreckenden als günstigen Erfolg erzielt habe. 
Denn die Besteller, so meint man, werden mit ihren 
"Portraits", die sie bezahlten, die aber doch gar zu sehr 
einer künstlerischen Idee untergeordnet erschienen und nur 
in allergeringster Zahl mit Portraitwichtigkeit hervortreten, 
Wenig zufrieden gewesen sein; noch Weniger aber die Frauen 
i 
1) Diese Nameusliste ist u. a. in 
des RYkSmuseums mitgetheilt worden. 
dem 
Radirwerke 
nach Gemälden 
17'"
        

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