Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534095
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der 
Königl. 
Dresden. 
Gemälde-Galerie 
13 
randigen Hut zurückbeugt, so dass dasselbe unbeschattet 
bleibt und völlig sichtbar wird.  
Diese Darstellung vonJacobs Traum athrnet die Liebe, 
welche der hoffenden Seele auf des Traumes zarten Flügeln 
ein zukünftiges Glück verheisst; an solche Hoffnung vermag 
der Mensch sich zu klammern, durch sie sich zu erretten 
aus aller Noth der Zeit. 
Und der malende Dichter zeigt uns im Hintergrund in 
die Wolken aufwärtssteigend nicht eine einfache Leiter, 
welche zum Himmel führt, in naiv-realistischer Wiedergabe 
der betreffenden Bibelstelle, sondern das Kreuz, die Wahre 
Himmelsleiter des biblisch-christlichen Glaubens.  Das 
Symbol der sieghaft sich selbst verleugnenden, glaubenden 
und hoffenden Liebe zeigt er als die Verbindung des 
Menschen mit dem Göttlichen. 
üEr erhebt seinen Gegenstand so durch ureigne Auf- 
fassung und durch malerische Symbolisirung der "Worte des 
Herrn: "durch dich und deinen Samen sollen alle Gev 
schlechter auf Erden gesegnet werden"  auf eine hohe 
geistige Stufe und zeigt in seiner Schilderung jenes Traumes 
eine gewaltige Perspective durch die g'anze Geschichte der 
Culturmenschheit hindurch. 
Es ist dies ein Historienbild von der grössesten Ge- 
walt: der ganze Wesentliche Inhalt der Bibel, das Alte und 
Neue 'l"estament, der alte und neue Bund mit allen Seinen 
Verheissungen und Erfüllungen ist in diesem Bilde darge- 
stellt und enthalten. 
"Schlafe!"  so scheint der strahlende Engel zu Jacob 
zu sprechen  „in dir träumt sich eine Welt zukünftiger 
Geschlechter. Hier liegst du, ein schwacher, einzelner 
Mensch. Aber aus dir soll kommen der Friedefürst, durch 
den sich einen werden die Völker der Erde. Leid und
        

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