Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536465
248 
Thei 
Capitel. 
s el b st 
aussehe 
Farben das Leben 
schlafende Venus nicht 
wiedergebe, so dass seine 
wie gemalt, sondern wie 
VOU 
Fleisch 
und 
Blut. 
Wenn 
Houbraken 
Anschluss 
an 
dieses Gedicht 
sagt, 
Rembrandt habe es nicht widerstrebt, wenn er seine Figuren 
im Vordergrunde seiner Bilder in den hellen Tag gestellt 
hatte, den Hintergrund Wider die Natur in düstere Nacht zu 
verwandeln, so kann er unmöglich dabei an solche Bilder 
wie an dasjenige im Buckingham Palace befindliche, das den 
auferstandenen Christus im Lichte des strahlenden Morgen- 
scheines darstellt, oder an die Darstellung der Arbeiter im 
Weinberge, oder der heiligen Familien, wo ein dunkler 
Thoreingang oder eine dammerige Stube als Hintergrund 
dient, gedacht haben. Er muss vielmehr Bilder gekannt 
haben, welche unmotivirte Gegensittze von Licht. und 
Dunkel, die der Natur widerstrebten, aufwiesen. Hatte 
Rembrandt aber Nachtstücke gemalt, so würden dieselben 
von Houbraken als solche erkannt worden sein, da erja die 
Nachtstücke Aart v. d. Neefs kannte und Honthorst. und seine 
Beleuchtungseffecte lobt. Männer aber wie Sandrart, und 
besonders Vondel, waren erst recht nicht so urtheilslos und 
beschränkt, dass sie ein Nachtstück, wie dasjenige in Braun- 
schweig, wo Christus der Maria Magdalena am Abend des 
Sabhaths erscheint, wie dies im Ev. Mathäi mitgetheilt 
wird, als solches nicht angesehen und weder bemerkt noch 
begriffen haben würden, dass das Licht in diesem Bilde von 
dem Auferstandenen ausgeht. 
War der Gedanke, von Christus das Licht ausgehen zu 
lassen, doch nicht neu. Diesen drei Kritikern war sicherlich 
mindestens eine Nachbildung von Correggids "Heiliger Nacht" 
bekannt. Eloiubraken, wenn er keine Nachbildung dieses 
Bildes gesehen, hatte, wie man aus seinem Buche ersieht,
        

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