Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536437
Der 
wahre 
Autor 
einiger 
dem H. zugeschriebenen Hauptwerke. 
24-5 
Man könnte mir vielleicht erwidern, dass die Auffassung 
de Deckefs der Darstellung Rembrandts nicht entsprechend 
gewesen sei. Der Umstand aber, dass de Decker nach seiner 
Angabe dieses Bild bei Rembrandt hat entstehen sehen 
und bei dieser Gelegenheit doch sicherlich mit dem Autor 
über die dem Bilde zu Grunde liegende Auffassung ge- 
sprochen haben wird, lasst den Schluss zu, dass die Be- 
schreibung des Bildes völlig in Rembrandts Sinne von de 
Decker abgefasst worden ist.  
Ich habe bereits in der Kritik des für Rembrandt zu- 
recht gemachten Entivickelungsganges angedeutet, dass das 
Bild im Buckingham Palace bezüglich der vollendeten 
Technik und ganz besonders in der Behandlung der Luft. 
mit der „Landschaft mit den Ruinen" in Cassel auf's nächste 
verwandt, ja identisch ist. Die Bilder müssen darum von 
demselben Künstler in kurzer Zeitfolge nach einander, so- 
wie in der Zeit hoher Meisterschaft, vielleicht Mitte der 
sechziger Jahre des 17. Jahrhunderts, geschaffen worden sein. 
Das besprochene Bild in Braunschweig ist in der Technik 
noch weniger kühn und darum vor jene beiden anderen Bilder 
zu setzen; es mag etwas später als "Jacob's Traum" und vor 
dem "Opfer Salomds", also vor 1658 gemalt worden sein. 
Aber auch aus rein geistigen, in dem Verhältniss der 
productiven Phantasie des Künstlers zu dem dargestellten 
Gegenstande liegenden Gründen scheint es einleuchtend, 
dass der Künstler, welcher die Erzählung des Joh-Evan- 
geliums zur Darstellung brachte, zunächst den Haupt- 
Hloment dieser Erzählung wiedergab,  nämlich den 
Augenblick des Wiedererkennens und des Ausrufes: 
"Rühre mich nicht an!" 
Die zweite Darstellung dagegen, 
Zählung entnommen ist, ging mehr 
welche derselben Er- 
aus der Vertiefung
        

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