Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536335
Der 
wahre Autor 
einiger 
dem R. 
zugeschriebenen Hauptwerke. 
235 
andere, Welche als unmittelbare Vorstufen in dem Ent- 
wickelungsgange des Meisters angesehen werden müssen. 
Bevor dieselben jedoch näher besprochen werden, richten 
wir unsere Aufmerksamkeit auf das bereits genannte Bild 
im 
Museum v. d. Hoop. 
Dieses Bild ist rechts unten mit dem Namen "Bbrandt" 
bezeichnet, welcher bisher fälschlich als "Rembrandt" ge- 
lesen worden ist. Hier hat man versucht den Namen Bol 
in Rembrandt überzuleiten. Die Silbe "brandt" ist auf der 
Photographie von Hanfstängl leicht als eine Fälschung zu 
erkennen. Obwohl der Hintergrund dieses Bildes durch 
Waschungen stark gelitten hat, lassen sich dennoch einige 
latente Bezeichnungen, z. B. über dem Bbrandt, erkennen, 
welche wiederzugeben ich jedoch verzichten muss, da mir 
weitaus der Raum fehlt, um alle die hunderte der aufge- 
fundenen Namensinschriften zur Anschauung zu bringen. 
Welche Begebenheit auf diesem Bilde auch dargestellt 
sein mag, es ist in den beiden Personen eine ganze 'Welt 
von Empfindungen zum Ausdruck gebracht worden: liebevolle 
Zärtlichkeit, gepaart mit verhaltenem Schmerz, Selbstbe- 
herrschung, Qual ohne Thränen, stumme Resignation, Leid, 
Wehmuth, Liebe und Hoffnung, ein Moment höchster 
seelischer Spannung, eine Fülle schmelzender Gefühle, ein 
höchster Ausdruck deutschen Gemüthslebens, der den Be- 
schauer mit zwingender Macht ergreift,  der höchste 
vielleicht, der in der Malerei jemals erreicht worden ist. 
Nach Herrn Dr. Bode's Ansicht soll Rembrandt dieses 
Bild als eine seiner höchsten Meisterleistungen in seinen 
letzten Lebensjahren geschaffen haben. Ganz abgesehen 
davon, dass dieser geschätzte Kunstgelehrte damals, als er 
seine "Studien zur Geschichte der holländischen Malerei", 
in den Jahren 1881-1882 etwa, zusammenfasste, diejenigen
        

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