Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1536233
Autor 
dem 
zugeschriebenen Hauptwerke. 
225 
habe, sondern sich zunächst vornehmlich an Rembrandt 
und später an van Dyck anlehnte oder bei den Italienern 
Anleihen machte, so liegt der Grund zu diesem Urtheile unter 
Anderem darin, dass man ihm ausser seinen Regentenstücken, 
im Huiszittenhuis und Leprozenhuis, und dem Schützenstück 
in Gouda, sowie den Historienbildern, die er für das Stadt- 
haus in Amsterdam malte, und einigen echten Portraits, fast 
nur noch Jugendwerke belassen hat, welche jetzt zum Theil 
irrthümlich mit Daten einer späteren Zeit versehen sind, 
Oder dass man seinem Namen geringe Werke anhing, welche 
gärnicht von seiner Hand herrühren.  Einige seiner Bilder, 
Welche sich durch sichere Zeugnisse für ihn feststellen 
liessen, waren ebenfalls bereits dem Rembrandt zugewiesen 
Worden, bevor diese zwingenden Gründe bekannt waren. 
Neuerdings sind diese Bilder dem Autor deshalb zurück- 
gegeben worden. Galten doch sogar die beiden in Braun- 
SChwe-ig befindlichen Oelfarbenskizzen für seine grossen Ge- 
mälde im Stadthause zu Amsterdam einst als Arbeiten Rem- 
brandfs. 
Und in der That, sie sind ganz "rembrandtisch" in Auf- 
fassung und Malweise. 
Sein Historienbild in grossem Format: "die Standhaftig- 
keit des Fabritius" (v. J. 1656), das in demselben Stil aus- 
geführt ist, muss auf seine Zeitgenossen einen grossen Ein-- 
druck gemacht haben, da es sowohl von Filip von Zesen 
als von Commelin in deren Beschreibungen von Amsterdam 
genannt und von letzterem besonders hervorgehoben wird. 
Vündel dichtete einige Verse, welche unter dieses Bild ge- 
SetZT. wurden, und auch Vos besang es. 
Wie wäre es nun möglich, dass die Bürger Amsterdams, 
die doch nichts weniger als Kinder oder Narren gewesen 
Sind, diese "rembrandtische" Manier einerseits nicht allein 
15
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.