Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534040
Theil. 
meinden, die Männer der Gesetzgebung, die Richter, Pro- 
fessoren, Aerzte, Prediger, die Leiter der grossen und kleineren 
Handelsgesellschaften, die Vertreter des Seewesens, die Vor- 
steher der milden Stiftungen und andere tüchtige Leute, 
Welche dem Fortschritte der Wissenschaften, sowie der per- 
sönlichen Vervollkommnung in denselben und auch der Kunst 
und Literatur das grösste Interesse entgegenbrachten. 
In der wissenschaftlichen Freischule Amsterdams Wurden 
Wöchentlich zweimal Vorlesungen in holländischer Sprache 
gehalten, damit diejenigen, Welche Liebhaber der Wissen- 
schaft waren, aber kein Latein verstanden, ebenfalls zuhören 
konnten. Mit dieser Freischule War eine städtische Bibliothek 
verbunden, 
die 
einen 
öffentlichen 
Lesesaal 
besass. 
Das Denken und Thun der in Rede stehenden geistes- 
klaren, humanen und thatkräftigen Generation aber war er- 
füllt und geleitet von jenem ethisch-religiösen Gefühl ünd 
Zweckbevvusstsein, aus dem die Reformation hervorgegangen 
war und um dessenwillen die Niederländer so viel gekämpft 
und gelitten hatten. 
Die biblischen Erzählungen und Vorstellungen Waren in 
ihre ganze Denkweise verflochten; die Glaubenshelden des 
"Neuen" und die Könige und Heroevn des „Alten Testa- 
mentes" fand man sogar an ihren Vergnügungsorteil darge- 
stellt, wie z. B. in dem Irr- oder Lustgarten. 
Ihr praktisches Christenthuin bethätigte sich in der Er- 
bauung von KTElHkQlP, S_iecl1e11-, Annen- und W aisenhäusern, 
die sie "Gotteshäuser" nannten. Es wurde eine Armensteuer 
erhoben und durch Armen- und Waisenpfleger für die Be- 
dürftigen und Unmündigen aufs Beste gesorgt. 
Kein Staat der Welt hatte damals ein so menschen- 
würdiges und der Neuzeit entsprechendes Gepräge Wie 
Holland.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.