Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1535484
150 
Theil. 
Capitel. 
Und auch nach der „Danaö"1), jener meisterlich gemalten 
lebensgrossen, allerdings echt holländischen nackten Frauen- 
gestalt, deren Darstellung ein Prüfstein für das Können ihres 
Autors 
War z) g 
Gehen wir Weiter und betrachten "die Anbetung der 
Hirten", Welche im Jahre 1646 von Rembrandt gleichfalls für 
den genannten Prinzen gemalt wurde, so steigt unsere Un- 
befriedigung und Verwunderung beim Anblicke derselben um 
noch einige Grade im Hinblick darauf, dass dieses Bild um 
8 Jahre später als der "Christus als Gärtner" und 4 Jahre 
später als die "Nachtwache" gemalt worden sein soll, in einer 
Zeit also, welche es verbietet, dasselbe noch unter die 
Jugendwerke des Meisters zu zahlen. 
Bei 
diesem 
Bilde 
kann 
auch 
nicht 
mehr 
angenommen 
Werden, 
dass 
GS 
nach 
einem 
im 
Jahre 
1633 
entstandenen 
Entwurfe ausgeführt wurde, Wie solches Dr. Bode bei der 
Folge der Passionsbilder annimmt. Die "Christnacht" zeigt 
indessen im Verhältniss zu jenen keinen Fortschritt in der 
Composition, noch in dem Gebrauche der Perspective, keine 
grössere Innigkeit im Ausdrucke der Köpfe, sondern nur eine 
etwas veränderte, keineswegs aber vorzüglichere Technik. 
Das 
in 
Rede 
stehende 
Bild 
iSta 
wie 
ES 
scheint, 
das 
unausgeführte, skizzenhafte  Werk eines jugendlichen, noch 
in seiner Anfangsentwickelung begriffenen Malers, dem es 
hier nicht gelungen ist, durch den Zauber des Helldunkels 
die Schwächen des Irdischen sanft zu verklären  (wie das 
in 
in 
anderen, vorzüglichen Werken geschehen ist)  und der 
diesem Falle auch nicht durch sonstige coloristische Reize 
dafür 
entschädigt, 
dass 
in 
flüchtiger 
Arbeit 
sowohl 
die 
1) Petersburg, 
Ermitage, 
datirt 
1636.
        

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