Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1535477
Prüfung 
künstlerischen 
des 
Entwickelungsganges 
Rembrandfs. 
1449 
kommende, an dasjenige mancher Italiener erinnernde Pathos. 
Auch die zu Füssen des Heilandes aufwärts strebenden 
Engelsknaben scheinen im Anschlusse an italienische Vor- 
bildet 
gemalt 
Zll 
sein. 
nehmen dem Bilde 
hier keinen in sich 
Diese fremdartigen Anklänge aber 
einheitlichen Charakter; wir finden 
den 
gefestigten eigenen Stil.  Deshalb entspricht dieses Bild 
nicht dem herrschenden Rembrandt-Begriff vom Jahre 1636. 
In der "Grablegung" bemerken Wir, dass hier der Maler ein 
Weniger geeignetes Modell für den Leichnam Christi gewählt 
hat als in der ,,Kreuzesaufrichtung" und in der "Kreuzes- 
abnahme"; bei diesem etliche Jahre später gemalten Bilde 
ist "aber auch der nackte Körper weniger charakteristisch 
in der Zeichnung und weniger sorgfältig in der Behandlung; 
des Fleisches als in den "früher" gemalten Bildern. Die 
Gestalten der bei der Handlung beschäftigten Männer sind 
in der "Grablegung" auffallend roh, und den Köpfen derselben 
fehlt die lnnigkeit des Ausdruckes, welche den Beschauer 
ergreift. Besonders störend ist das perspectivische Miss- 
verhädtniss der Personen zu einander. 
Betreffs der "Auferstehung" trifft Herr Dr. Bode das 
Wesen der Sache, indem er Findet, dass das Pathos ge- 
waltsam, gesucht und ungeschickt erscheint.  
Und diese Bilder sollen theils gleichzeitig, theils nach 
dem "Abschied des Engels von der Familie des TobiasM), 
den „Arbeitern im W einbergetjz) dem "Christus als Gärtnerm) 
entstanden sein, jenen geradezu einzigen Werken der Malerei, 
Perlen der Ruhmeskrone des Künstlers, der sie schuf?  
 Paris, im Louvre, datirt 1637. 
z) Petersburg, in der Ermitage, datirt 1637. 
a) London, im Buckingham Palace, datirt 1638.
        

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