Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1535389
140 
Theil. 
Capitel. 
Bildes 
sei 
das 
Streben 
nach 
HelldLlnkel 
noch 
kaum 
ange- 
deutet. 
Hat Dr. Bode mit seiner Annahme, dass das Bild 1627 
bis 1628 entstanden sei, recht, so ist Rembrandt in den 
nächsten 3-4 Jahren nicht viel Weiter gekommen, denn 
Herr Bredius erwähnt in dem von ihm verfassten Text zu 
der Photogravüre-Ausgabe des Ryksmuseums ein Bild, den 
"barmherzigen Samariter" bei Herrn Dr. Thode in Bonn, 
das mit_der Jahreszahl 1631 echt bezeichnet sein soll und 
das, seiner Beschreibung zufolge, sich als schülerhaftes 
Jugendwerk kennzeichnet und ebenfalls noch sehr an Last- 
man erinnert. 
Es muss freilich sehr auffallend erscheinen, dass ein 
solches Bild von demselben Künstler noch im Jahre 1631 
gemalt wurde, in welchem er bereits den „Sime0n im 
Tempel" geschaffen haben soll. Die Ungleichheit dieser 
Bilder ist auch Herrn Bredius bereits aufgefallen; ich führe 
hier seine eigenen Worte an: „Die Werke des Jahres 1631 
sind sehr ungleich im Kunstwerth, man vergleiche z. B. den 
"barmherzigen Samariter" bei Herrn Thode in Bonn mit 
dem schönen "Simeon im Tempel" im Haag aus demselben 
Jahre. Auf dem ersten Bilde noch ein dem Lastman sehr 
nahestehendes Streben, ein gut gezeichneter Verwundeter 
in vortrefflicher Haltung, aber auf einem abscheulichen Boss, 
mit einem sehr unbedeutenden Samariter als Führer, das 
ganze Bild ohne Helldunkelstudium, das ihn doch sonst 
schon so völlig beschäftigte  und auf dem "Simeon" im 
Haag schon seine ganze Meisterschaft offenbarend, ein 
mächtiges Helldunkel, das die schöne Gruppe des Simeon 
verklärt erscheinen lässt und. dem Bilde jene magische 
Wirkung verleiht, welche wieder und immer wieder den 
Beschauer desselben bestrickt."
        

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