Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1535232
Statistisches. 125 
 
da 
weder 
die 
Arbeitszeit 
noch 
die 
Arbeitskraft 
eines 
ein- 
zelnen Menschen ausreicht, 
Kunstwerke zu schaffen. 
in 
einem 
einzigen Jahre 
SO 
viele 
Und wenn man 
Jahre 1632 auch nur 
als Rembrandfs 
die in Herrn Dr. 
Arbeitsleistung vom 
Bode's Verzeichnisse 
aufgeführten 28 Oelbilder und daneben die 10 Badirungen 
annehmen Wollte, so würde auch diese angebliche Leistung 
für die Arbeitskraft eines Menschen weitaus zu gross sein, 
da. sich unter den 28 Bildern gleichfalls die Anatomie Tulp, 
2 Doppelbildnisse, 3 Kniestücke, 9 halbe Figuren, 3 Historien- 
bilder, 1 kleine Einzelfigur und viele vorzügliche Portrait- 
brustbilder genannt finden. 
Nach solchen Ueberanstrengungen, muss man glauben, 
sei Rembrandts Nervensystem vollkommen zerrüttet gewesen 
und er habe sich im Jahre 1633 mindestens ein viertel bis 
ein 
halbes 
Jahr 
erholen 
müssen. 
Aber 
dem 
ist 
nicht 
denn in diesem Jahre concipirt undvmalt er nach Herrn 
Dr. B0de's Angabe 29 Bilder und im Jahre 1634 circa 
21 Bilder, also in 2 Jahren ungefähr 50 Stück, darunter 
herrliche und offenbar aus voller, frischer Kraft geschaffene 
Werke.  
Wenn Rembrandt die Einnahmen, die er aus diesen 
Bildern erzielt haben könnte, alle verbraucht hätte, so würde 
in der ganzen Stadt von seiner Verschwendungssucht ge- 
sprochen worden sein und die alten Biographen würden uns 
etwas davon mitgetheilt haben.  Diese aber gerade er- 
Zählen, dass er mit niederen Leuten verkehrte, dass er ein- 
fach lebte  und dass er geizig gewesen sei. Rembrandt 
befand sich auch schon vor 1637, wie bereits erzählt, in 
Geldverlegenheit  in einer Zeit, in welcher nach den von 
1532-37 gemalten Portraits zu schliessen, sich ein wahrer
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.