Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1535190
Statistisches. 121 
beabsichtigte.  In vielen Fällen aber werden seine Bilder 
nicht über den ersten Entwurf hinaus gediehen sein und 
andere blieben halbfertig und unvollendet. 
Diese Productionsweise entspricht auch völlig Rem- 
brandts Charakter, wie wir denselben nunmehr kennen; 
dieselbe erklärt seine geringen materiellen Erfolge und die 
endlosen Geldnöthe, in Welchen er sich in seinem späteren 
Leben befand; bestätigt sehen wir dieselbe direct durch 
die Acten im Jahr 16619) Rembrandt besass Weder die 
Charakteranlage,  Geduld, Fleiss, Willensenergie,  noch 
auch so viel Liebe zu seiner Arbeit, dass er sich die nöthige 
Zeit genommen hätte, um begonnene Werke in künstlerischer 
Vollendung auszuführen.  Von ihm also können jene 
künstlerisch durchgeführten, bei aller Genialität liebevoll 
behandelten, geist- und gemüthvollen Historienbilder und 
die vorzüglichsten grossen Portrait-Stücke nicht herrühren; 
es ist dies psychologisch unglaubhaft und der geringen Zeit 
nach, welche ihm für künstlerische Arbeiten übrig blieb, 
einfach unmöglich. 
Wer durch die vorstehenden Ausführungen jedoch noch 
nicht überzeugt sein sollte, dass Rembrandt der Autor jener 
Kunstwerke nicht gewesen sein kann, der möge folgende 
Statistischen Erwägungen in Betracht ziehen. 
YVenn Rembrandt alle jene Bilder gemalt und die be- 
treffenden Radirungen gemacht hätte, so müsste er ein grosses 
Vermögen erworben haben.  Gegen diesen Schluss kann 
jetzt Niemand mehr etwas einwenden, seit durch die jüngst 
L 
  Siehe Cap. V, Seite 84 dieses Buches: 
Ludlßk wegen des Bildes der "Beschneidung". 
die Verhandlung mit
        

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