Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1535168
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I. Theil. VIII. Capitel. 
Oelbildern, diejenigen nicht eingerechnet, Welche er, wie 
Baldinucci berichtet, für einen Rathsherrn nach den "Fabeln 
des Ovid" gemalt hat, u. a. 
Diese 
458 
Oelgemälde 
soll 
Rembrandt 
in 
der 
sehr 
schränkten Arbeitszeit seines Lebens, das mit Abhaltungen 
der verschiedensten Art erfüllt War, gemalt haben. 
Zu dieser Anzahl von Oelbildern 
etwa 400 Radirungen und eine grosse 
nungen und anderen Blättern, die mit 
ausgeführt sind. 
gesellen sich noch 
Anzahl von Zeich- 
Tusche und Pinsel 
Wahrlich eine Riesenarbeit, besonders wenn man be- 
denkt, dass Rembrandt nicht wie Rubens mit seinen Schülern 
gemeinsam an der Ausführung verschiedener Bilder ge- 
arbeitet haben soll,  und dass er, Wie Houbraken erzählt, 
das Geheimniss seiner Aetzkunst Niemandem mitgetheilt, 
sondern dasselbe in's Grab mitgenommen hat,  also auch 
alle die Platten ganz allein gestochen haben müsste.  Und 
diese fast übermenschliche Arbeitsleistung, welche ohnehin 
an's Wunderbare grenzt, vollbringt der „Heros der hollän- 
dischen Malerei" in einem Jahrhundert, in Welchem die 
Künstler am Abend nur Wenig arbeiten konnten, weil Thran- 
lampen, Talg- und im besten Falle theure Wachslichte nicht 
gestatteten, dass man bei ihrem Schein feine oder schwierige 
und besonders grössere Arbeiten ausführte. S0 konnten die 
Maler jener Zeit des 
Kreide oder Tusche, 
Abends höchstens Entwürfe in Kohle, 
Rothstift und dergleichen mit Glück 
anfertigen, 
Oelbildern 
nicht aber 
malen, Wie 
die Radirnadel führen oder an ihren 
es die Künstler unserer Zeit mit Hilfe 
des elektrischen 
Wohl im Stande 
Lichtes 
sind.  
und anderer 
Die Maler des 
Beleuchtungsmittel 
XVII. Jahrhunderts 
mussten 
daher 
ungemein darauf bedacht sein, 
die T a. ge szeit
        

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