Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534980
100 
Theil. 
Capitel. 
Um einer rechtlichen Verpflichtung aus dem Wege 
zu gehen, zog er es vor, moralisch zu fehlen. Auch durch 
die, für das arme Weib so "peinigende Citation und Be- 
strafung lässt er sich keineswegs dazu bestimmen, sie zu 
heirathen. 
das 
gänzlich der ideale Zug, der 
kennzeichnet, den die Musen 
Rembrandifs "Liebe" fehlt 
Wesen und Thun RafaeTs 
der 
des 
und Grazien geleiteten, 
Götter auf den Höhen 
als ein 
Lebens 
begnadeter Liebling 
wandelte und von 
der 
den 
Menschen 
geehrt, 
geliebt 
und 
bewundert 
wurde. 
 Rembrandt war ein Plebejer, für dessen Liebesverhält- 
niss sich Niemand erwärmen kann.  Rafael war ein Genius, 
der seine Liebe durch die Macht seiner Persönlichkeit für 
alle 
Zeiten 
in 
das 
Bereich 
des 
Idealen 
gezogen 
hat. 
sie 
Kramm ist der Einzige, Welcher die Dinge so sieht, wie 
liegen; er meint, die Thatsachen vom Jahre 1654 hätten 
allein 
genügt, 
Rembrandt 
in 
der 
guten 
Gesellschaft 
Amster- 
dams unmöglich zu machen und ihn in den Hintergrund zu 
stellen. Dies hat er öffentlich ausgesprochen, bevor noch 
die neuesten Acten veröffentlicht waren, welche bestätigen, 
dass sich Rembrandts Freunde von ihm zurückzogen. 
Vosmaer aber ist in seinem Urtheil aus Begeisterung 
weder Psycholog- noch Historiker, denn die moralische 
Qualität einer Handlung bestimmt sich nach dem jedesmal 
waltenden Zeitgeist und nach dem allgemein-menschlichen 
Geist. Rembrandt aber ausnahmsweise zu beurtheilen, 
dazu liegt kein Grund vor, zumal das Motiv seiner Hand- 
lungsweise ein niedriges War. 
Vergleichen Wir nun weiter, was Campo Weyermann, 
dieser neuerdings arg geschmähte Biograph Rembrandts 
berichtet, mit der Wirklichkeit, so sehen wir wiederum, dass 
auch 
seine 
Erzählungen 
keineswegs 
bösartig 
sind, 
sondern
        

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